Schwarz & Rubey

Schwarz & Rubey

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00:00:00: Liebe Menschen, das ist eine Trigger-Warnung.

00:00:03: In dieser Folge werden sensible Inhalte wie Gewalt an Frauen und sexualisierte Gewalt besprochen.

00:00:09: Es ist wieder soweit, liebe Menschen Hier sind ihre Gastgeber.

00:00:13: Simon

00:00:13: Schwarz.

00:00:14: Muss ich mich schämen ein Mann zu sein?

00:00:16: Und Manuel Rubai

00:00:17: Beschützt nicht eure Töchte sondern erzieht eure Söhne.

00:00:25: Herzlich willkommen, Manuel Rubais.

00:00:28: Die Stimme,

00:00:28: die Sie gehört haben ist die von Simon Black.

00:00:30: schön dass wir hier sind.

00:00:31: Schön das sie uns treu geblieben sind, schön dass sie uns immer noch zuhören!

00:00:35: Ich möchte den Elefanten im Raum benennen.

00:00:37: ja ich habe mit Gunkel in einer Band gespielt und ich kriege sehr viele Anfragen von ungefähr allen Medien in diesem Land ob ich mich dazu äußern möchte?

00:00:48: Ich möchte mich dazu nicht äußeren weil ich da nichts beizutragen hab, weil ich kein Experte bin und weil wir auch sozusagen den Raum dahin öffnen wollen eine Expertin sprechen zu lassen.

00:00:59: Wir haben Maria Rössl-Hummer spontan eingeladen, wir wollten schon längst eine Folge machen über Männergewalt.

00:01:06: So ist es!

00:01:07: Das nehmen wir jetzt sozusagen ausschließlich als Auslöser um mit ihr zu sprechen und das ist eine Frau die sich auskennt im Gegensatz zu uns.

00:01:15: Deswegen werden wir sie jetzt einfach

00:01:16: befragen.

00:01:17: Es ist sehr viel passiert, sehr viele Menschen die wir kennen, sehr vielen Leute die in der Öffentlichkeit stehen im letzten Jahr Und das beschäftigt uns eine sehr, sehr lange Zeit bereits männliche Gewalt.

00:01:31: Das ist ein Anliegen, dass wir schon lange haben und uns nur immer davor gedrückt haben weil wir zwei als Männer schwierig darüber reden können, weil wir ja nun wirklich auf der falschen Seite geschlechtermäßig stehen.

00:01:47: in dem Fall

00:01:48: Ich glaube es lohnt sich, weil das wirklich sehr lehrreich ist was sie uns erzählt hat.

00:01:54: Möchtest du sie kurz vorstellen?

00:01:56: Sehr gerne.

00:01:58: Maria Rösselhummer ist Politikwissenschaftlerin und einer der Frauenrechtsexpertinnen in diesem Land, unter anderem war sie im Vorstand des österreichischen Fraunrings und war Geschäftsführerin des Vereins autonome Frauenhäuser – ist mittlerweile in Pension aber natürlich noch immer wahnsinnig aktiv.

00:02:16: So ist es!

00:02:16: Und das Wissen verschwindet ja Gott sei Dank nicht mit der Pension.

00:02:28: Das Ganze kommt natürlich auch in die Folgenbeschreibung.

00:02:32: Liebe Frau Rössler, wir haben mal vielen Dank, dass Sie so kurzfristig unsere Einladungen gefolgt sind!

00:02:38: Wir haben ein großes Gewaltproblem in Österreich und das ist vor allem zu wahrscheinlich über neunzig Prozent ein männliches Gewalt-Problem.

00:02:47: Können Sie uns dazu was sagen?

00:02:48: Und vor allem wollen Lösungen, was wir als Männer dagegen tun können?

00:02:53: Genau.

00:02:53: Wir haben ein enormes Gewaltproblem in Österreich.

00:02:56: Es ist Männer gewalt an Frauen es tagtäglich passiert Gewalt an Frau und vor allem ist Gewalt die öffentlich wird.

00:03:05: Die Dunkelziffer ist noch wesentlich höher Und das ist enorm allein schon dass jede dritte Frau mindestens einmal in ihren Leben von Gewalt betroffen ist und ab dem fünften Lebensjahr.

00:03:17: Das ist unfassbar.

00:03:20: Und dahinter, hinter jeder dieser Gewaltart oder hinter jeder Frau steht ein Mann.

00:03:26: Also wir können das nicht losgelost sehen.

00:03:29: Ein Drittel der Bevölkerung ist gewalttätig Frauen gegenüber.

00:03:33: Da rede ich jetzt noch gar nicht von den Femiziden.

00:03:37: also wir haben sehr viele Femiziide, habe ja schon neunzehn Femizeide.

00:03:42: Wenn wir so weitermachen, steuern wir einen neuen Rekord zu.

00:03:46: Also, im Jahr of two thousand eighteen hatten wir forty-one Femizide in einem Jahr.

00:03:51: und ja also wir können müssen davon ausgehen dass alle vierzehn Tage eine Frau von ihrem Mann ermordet wird oder von einem männlichen Familienmitglied.

00:04:04: Und da rede ich noch gar nicht von sexualisierter Gewalt.

00:04:08: Sexualisierte Gewalt findet auch staktig die Stadt und immer wieder, und jetzt haben wir es mit einem neuen Phänomen zu tun – das ist mit der Digitalisierung.

00:04:19: Seit dieser Digitalisierung sammeln sich Männer in Plattformen um sich auszutauschen und Informationen zu sammlen Frauen zu betäuben, sie zu misshandeln und zu vergewaltigen.

00:04:33: Zu verkaufen an andere Männer und das über Monate lang – über Jahre lang!

00:04:39: Wie wir es wissen.

00:04:41: auch in Österreich gibt es diese Fälle mittlerweile.

00:04:44: Also Frauen sind enorm bedroht von Männergewalt und das ist das eine.

00:04:52: Und dann haben wir noch mit einer enormen strukturellen Gewalt zu tun.

00:04:59: Alle verharmlosen Gewalt an Frauen, die Behörden, die Politik und die Medien.

00:05:04: Es wird gewaltverharmlos und den Betroffenen nicht geglaubt, sondern eher den Dätern.

00:05:11: Das heißt, die Däter werden geschont, kommen auch straffrei davon weil sehr viele Anzeigen eingestellt werden und es kaum zu Verurteilungen kommt bzw.

00:05:24: viele Männer frei herumlaufen dürfen, nicht in Urhaft kommen.

00:05:29: All das führt dazu, dass Frauen immer mehr gedemütigt werden und jahrelang in Angst um Panik leben müssen.

00:05:38: Das ist ein enormes Problem, das wir haben.

00:05:40: Und das führt zu, dass es eben so viel Leid angerichtet wird.

00:05:46: Ich

00:05:46: habe da gleich drei Fragen dazu.

00:05:48: Die erste Frage ist sind wir in Österreich im Schnitt in der Europäischen Union weiter?

00:05:54: Also haben mehr Femizide sozusagen oder Gewalt an Frauen.

00:05:58: Oder ist das wirklich europäischer Durchschnitt?

00:06:02: Gibt es da überhaupt wirklich Erhebungen für die ganze Welt, wird's uns wahrscheinlich gar nicht geben weil ich könnte mir vorstellen in vielen Teilen dieser Erde wird so was gar nicht aufgenommen.

00:06:10: also glaube ich immer sehr.

00:06:12: erste Frage Die zweite Frage wäre gibt es ein Alter wo man sagen kann Männer oder Buben machen diesen Schritt überschreiten diese rote Linie wo es Gewalt stattfindet?

00:06:24: Also gibt's da so ein Alter bei Buben, was gefährlich ist sozusagen oder wie auch immer.

00:06:30: Und das Dritte ist ich glaube weil Sie sagen viele Täter laufen frei herum.

00:06:36: mein Eindruck in der öffentlichen Wahrnehmung dass es oft so kommt naja dem ist ja dann an nichts passiert und wird schon nix gewesen sein Dass die Leute nicht genau wissen.

00:06:45: warum können manche Verfahren?

00:06:48: Oder warum werden manche verfahren eingestellt also wie die Beweislage zum Beispiel ist, oder dass es außergerichtliche Einigungen gibt und damit ist die Sache erledigt.

00:06:59: Dass man das vielleicht nochmal aufdröseln kann, wie genau funktioniert das Prozedere nämlich?

00:07:04: In Österreich gilt das Land der Femizide.

00:07:06: Das heißt, wir haben sehr eine hohe Anzahl an Feminiziden im Vergleich zu Morden an Männern.

00:07:13: Männer werden wesentlich weniger ermordert und schon gar nicht von Frauen.

00:07:19: Und im Vergleich zur Bevölkerungs-Ansaal in Österreich hat er eine sehr hohe Femizziderate.

00:07:28: Natürlich gibt es auch in anderen Ländern hohe Femizide-Rate wie Deutschland oder andere EU-Länder.

00:07:34: Aber im Verhältnis zur Mordung an Männern ist Österreich sehr hoch, das ist ja mal das eine.

00:07:42: Wir galten EU-weit lange Zeit als Land der Femiziide.

00:07:45: Das wurde auch so genannt, also Landstatistik.

00:07:50: Dass die Frage wegen dem Alter, wir haben mittlerweile schon auch Buben im Alter von elf Jahren, die von der Polizei weggewiesen werden.

00:08:00: Weil sie gewalttätig sind gegenüber der Mutter und den Eltern Und das ist eine hohe Anzahl mittlerweile und es wird immer mehr.

00:08:07: Das heißt auch Jugendliche, Burschen im Alter von elf, zehn, elf Jahre sind schon auffälligst werden schon aggressiv, werden schon so gewalttätig dass sie von der Polizei weggewiesen werden müssen.

00:08:20: Was bedeutet weggewiesen?

00:08:21: Weggewiesen heißt die Polizei einschreiten muss und ein Kind aus der Familie entfernen muss weil sie sonst noch aggressiver werden und nicht gestoppt werden.

00:08:34: Wir haben in Österreich die Wegweisung und das Betretungsverbot.

00:08:37: Das gibt es seit fast dreißig Jahren, also nächstes Jahr haben wir dreißige Jahre Gewaltschutzgesetze.

00:08:44: Seit dieser Zeit können oder müssen in Österreich von der Polizei Täter aus der Wohnung weg entfernt werden.

00:08:53: für eine bestimmte Zeit dürfen sie nicht mehr zurückkommen ist eben eine wichtige Maßnahme.

00:09:01: Österreich war damals ein Vorbild-Land, das gab es sonst noch nirgends in Europa und diese Maßnahme ist wichtig.

00:09:13: aber trotzdem haben wir es immer mit einer massiven Gewalt zu tun.

00:09:19: Österreich ist ein Land mit vielen wichtigen Maßnahmen, aber es hat es nicht geschafft, Gewalt reduzieren.

00:09:29: Es ist nach wie vor so, dass Gewalt steigt.

00:09:32: Da muss man sich auch immer wieder fragen, warum ist das so?

00:09:35: Obwohl wir so viele Gesetze haben und so viele gute Gesetzer haben und Maßnahmen, warum wirken sie nicht?

00:09:41: Sie wirken einfach nicht!

00:09:43: Und daran müssen wir arbeiten.

00:09:46: Wir sind alle keine Juristen aber gibt es konkret Gesetzesvorschläge von Ihnen die Sie fordern wo Sie sagen Das bräuchte es noch?

00:09:53: da ist es noch zu lasch?

00:09:55: kann man das benennen?

00:09:57: Natürlich kann man das benennen, wir haben viel zu wenig abschreckende Maßnahmen für Täter.

00:10:03: Also die Täter wissen ganz genau sie kommen eigentlich relativ schnell wieder frei und werden nicht so abgeschreckt in dem Sinn dass Sie wissen es gibt massive Konsequenzen.

00:10:15: Wir haben ein Land in Europa nämlich Spanien.

00:10:19: Spanian hat es geschafft mit ihren Maßnahmen Däter sozusagen wirklich einzuschränken und die Femizide zu reduzieren.

00:10:29: Durch härtere Gesetze?

00:10:30: Härtere Gesetzemaßnahmen, zum Beispiel in Österreich wird ein Mann weggewiesen wenn er Gewalt ausübt, wird er weggewiesen und für eine bestimmte Zeit, vierzehn Tage darf er nicht mehr zurückkommen.

00:10:43: Das ist alles ja.

00:10:45: Und in Spanien ist es so Ein Weggewiesener muss einmal ein, vierundzwanzig Stunden in Haft sitzen Und in dieser Zeit wird einmal überprüft, analysiert.

00:10:57: Wie gefährlich ist er tatsächlich?

00:10:59: Ist es sehr gefährlich?

00:11:00: Dann wird das verlängert diese Hafte auf forty- acht Stunden zum

00:11:04: Beispiel.

00:11:04: Ganz keine Einwürfe.

00:11:05: Es wässt

00:11:05: sich das in vierundzwanzig Stunden so schnell feststellen seriös?

00:11:08: Natürlich!

00:11:09: Es gibt ja so Gefährlichkeitseinschätzungstools die sind international geprüft.

00:11:15: wir wissen das worauf man achten muss und Wenn der sehr gefährlich ist und die Betroffenen sehr unter Angst um Panik leiden, dann wird das verlängert.

00:11:26: Und dann bekommen sie Fußfesseln.

00:11:30: Fußfessel.

00:11:30: dieses digitale Fußfelsel GPS-Programm ist in Spanien sehr gut entwickelt worden.

00:11:38: Das heißt nicht nur er bekommt diese Fesseln sondern auch die betroffene Frau kriegt ein Band der Deta daran oder nicht.

00:11:50: Wenn er zu nahe kommt, kommt sofort ein Alarmsignal an die Polizei und wenn er sich dann nicht an diese Vorgaben hält wird er bestraft bis zu einem Jahr.

00:12:02: Also das heißt es ist abschreckend also eine Maßnahme.

00:12:05: Es gibt viele Maßnahmen in Spanien aber das ist eines wo man denkt es fehlt in Österreich weil die besonders gefährlichen halten sich an gar nichts.

00:12:15: Und das sind dann diejenigen, die dann amts bekannt sind und die dann womöglich eine Femizid oder eine Frau ermorden.

00:12:23: Kurze Zwischenfrage da!

00:12:25: Das passiert in Spanien bevor er rechtskräftig verurteilt ist?

00:12:29: Das ist eine

00:12:32: Präventionsmaßnahme.

00:12:33: Könnten wir in Österreich auch machen wenn zum Beispiel einer alkoholisiert fährt wieder mal Auch wenn die in Haft genommen wird, dann kann man sie entsperren.

00:12:47: Das darf man nicht ausmüchten.

00:12:51: Ausnüchterungstelle heißt das, ne?

00:12:54: Ja genau.

00:12:55: Das ist bei einem

00:12:55: sehr hohen Alkoholweg eigentlich schon wirklich gefährdend für alle, dass das passiert also...

00:13:01: Genau!

00:13:02: Aber das gäbe es die rechtliche Maße.

00:13:05: Die

00:13:06: Grundlage

00:13:07: gibt's dafür.

00:13:08: Und da braucht man nichts Neues erfinden, weil in Österreich heißt es immer wir müssen das Gesetz adaptieren und etwas ändern.

00:13:15: In Österreich diskutieren wir jetzt schon Monate lang über die Fußfesseln Obwohl wir bei das Praktisbeispiele haben, Länder die das schon umgesetzt haben und gute Erfahrungen in der Mitte gemacht haben.

00:13:26: Warum dauert es bei uns so lange?

00:13:28: Das ist für mich immer wieder die Frage warum braucht's... Man könnte zum Beispiel auch einführen dass jeder der weg gewesen wird und ein Auto hat was ihm dafür erscheinen zogen wird.

00:13:40: Das tut weh!

00:13:41: Es muss weh tun!

00:13:44: Ich glaube in Argentinien hat man jetzt beim Fußballmeisterschaft oder Weltmeisterschaft eigentlich.

00:13:50: Denn Männern, die sozusagen keinen Unterhalt zahlen, durften nicht teilnehmen bei der Fußball-Weltmeistersschaft.

00:13:59: Sie dürfen nicht schauen?

00:14:00: Sie dürften

00:14:00: nicht teilen nehmen!

00:14:01: Sie dürfen gar nicht

00:14:02: hinfahren.

00:14:03: Nicht ausreißen.

00:14:05: Ja sie durften nichts teilnehmen Genau.

00:14:08: Das ist auch zum Beispiel eine Maßnahme, ne?

00:14:11: Eine Maßnahme die einfach

00:14:13: ... Also Maßnahmen, die nicht zwingend ein Gefängnis sind oder so, sondern Maßnahmen wie in der Schweiz glaube ich wenn du ab einer gewissen Geschwindigkeit drüber bist wird das Auto einfach einbezogen fertig und es weg wird versteigert aus.

00:14:27: Es braucht abschreckende Maßnahmen und ich glaub nur so können wir data auch wirklich konfrontieren, sanktionieren und ihnen vermitteln Gewalt Ein Frauen ist nicht tolerierbar, das wollen wir nicht.

00:14:40: Das muss einfach Konsequenzen

00:14:42: haben.

00:14:42: Okay wirklich sehr interessant.

00:14:45: zwei Dinge.

00:14:45: erstens einmal wenn du vergewaltigt wirst willst du ja dass nicht noch einmal aufdröseln.

00:14:50: das ist schon mal die Scham ist dabei.

00:14:52: diese Themen und meine Erfahrung Dass ich das ganz oft als Argumentation gehört habe, naja aber der ist ja nicht verurteilt und er ist noch nicht rechtskräftig verurteilten oder es gilt die Unschuldsvermutung.

00:15:07: Oder naja es gab doch gar keinen Prozess dann!

00:15:10: Und das ist doch bei Vergewaltigungen ganz selten der Fall dass es überhaupt zu einem Prozess kommt.

00:15:15: Ja, es werden achtzig Prozent der Anzeigen bei sexueller Gewalt und Vergewaltigungen eingestellt.

00:15:21: Das muss man sich hier mal vorstellen.

00:15:23: Eine betroffene Frau geht zur Polizei, meldet alles dann wird das eingestellt von der Staatsanwaltschaft.

00:15:30: Das ist eine Demütigung, das ist noch einmal eine Ohrferge für eine Frau die sozusagen misshandelt worden ist.

00:15:37: Und nur neun Prozent dieser Anzeichen werden verurteilt.

00:15:42: Das heißt diese ganz geringe Anzahl, die wirklich dann auch verurteilt werden.

00:15:47: Eben genau!

00:15:47: Die sind ja trotzdem missbraucht worden diese Frauen.

00:15:50: Das heißt das ist ja keine Lüge deswegen.

00:15:51: Das heisst nicht dass es nichts passiert ist.

00:15:53: Genauso ist es.

00:15:54: wir haben in unserem Gesetz oder in unseren Gesetzesrahmen die Möglichkeit eine Aussage zu entschlagen.

00:16:04: Das hat jeder Mensch das Recht, sich eine Aussage zu entschlagen.

00:16:08: Wenn Betroffene beim Strafverfahren sich der Aussage entschlagen heißt es automatisch dass er freigesprochen wird.

00:16:17: und das heißt aber nicht dass nichts passiert ist sondern dass diese Betroffenen im Straf verfahren merken sie kommen nicht durch oder sie kriegen so eine Panik und wissen ganz genau dass sie da nicht weiterkommen oder dass Sie mit Ihren Argumenten, oder mit Ihrem Aussagen nicht weiter kommen.

00:16:37: Also dann entschlagen Sie sich dieser Aussage.

00:16:41: ein sehr prominenter Fall war eben auch diese Bierwertgeschichte damals.

00:16:48: Die Frau hat alles ausgesagt nur damit den Täter zu schützen weil sie gewusst hat wenn sie gegen ihn aussagt dann wird er die ganze Familie zerstören.

00:17:02: Nicht nur sie, sondern auch der ganze Familie.

00:17:05: Also das ist diese typische Stockholm-Zyndrom.

00:17:08: Frauen wissen, wenn sie etwas gegen ihn sagen, wird es nachher noch heftiger.

00:17:14: Das muss man alles mit bedenken, dass es für Frauen oder Betroffene in einem Streuverfahren gar nicht einfach ist.

00:17:21: Wenn das die Justiz nicht weiß, wenn die Justiiz nicht kapiert welche Gewaltdynamik stattfindet und wie Täter agieren, wie gefährlich sie sind.

00:17:33: Dann kommt eben dazu dass das verharmlost wird.

00:17:36: Das ist ein Teil dieser Verharmlosung.

00:17:39: Und diese Frau beim Fall von Bierwirt wurde nachher ermordet.

00:17:45: also die Justiz hat damals nicht kapiert, dass diese Frau eigentlich sich gar nicht traut irgendetwas gegen ihn zu sagen und trotzdem wurde sie ermordelt.

00:17:56: Der Mann war sehr gefährlich, sehr problematisch.

00:18:00: Werden Vergewaltiger oder Männer die Gewalt ausüben?

00:18:05: Werden sie vom Gericht genauso kontrolliert wie eine Frau, die sagt ich wurde vergewaltigt?

00:18:11: Oder wie werden die geprüft?

00:18:13: Wie die Täter ob sie kontrolliert werden?

00:18:16: oft zu wenig.

00:18:18: Es gibt so viele Fälle zum Beispiel der Fall in Innsbruck.

00:18:23: nur Die Frau hat eine Anseige gemacht, wegen gefährlicher Drohung.

00:18:28: Die Polizei ist gekommen und hat ihn weggewiesen aufs Kommissariat mitgenommen.

00:18:33: Er wurde nicht inhaftiert, sondern auf freien Fuß konnte er weiterlaufen.

00:18:40: Am nächsten Tag wurde sie ermordet.

00:18:43: Das heißt, eine Frau, die schon wegen gefährlichen Drohungen eine Anzeige macht, wegen Körperverletzung.

00:18:49: Und der darf trotzdem noch auf freiem Fuß herumlaufen Und es passiert nichts, dann ist das einfach diese Straffreiheit von der ich gesprochen habe.

00:18:58: Viele können, dürfen noch straffreiher umlaufen obwohl sie amtsbekannt sind, obwohl sie gefährlich sind.

00:19:05: Obwohl sie womöglich schon Vorstrafen haben.

00:19:08: Es wird ja in Österreich auch nicht wirklich überprüft.

00:19:11: hat er schon eine Vorstreife gehabt?

00:19:13: oder auch die Betroffenen werden nicht informiert.

00:19:17: Wenn Sie zum Beispiel eine Anzeige machen bei der Polizei, wird nicht im Vorstreifenregistern nachgeschaut, ob der schon bekannt ist?

00:19:27: Man müsste ja die Betroffene eigentlich sofort schützen und ihnen sagen, passen sie auf das ist schon ein Täter!

00:19:34: Der hat schon vieles angerichtet.

00:19:37: Wird in Österreich nicht gemacht.

00:19:39: Weißt man warum das so ist?

00:19:41: Es war immer Täterschutz.

00:19:42: oder dann sagen sie Datenschutz.

00:19:44: Der Datenschuss geht vor den Opferschutz heißt immer wieder, wir dürfen das nicht sagen oder wir dürfen die Daten nicht weitergeben.

00:19:52: oder vielfach haben Sie die Daten und überprüfen Sie nicht weil der von einem Bundesland in andere zieht wenn er in der Steuermark schon etwas angerichtet hat und nach Wien wird das nicht mitgenommen.

00:20:05: also wir brauchen unbedingt diese Information für die Betroffenen Und es gibt bereits einen Urteil des europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, die besagt dass die Behörden die Betroffenen informieren müssen.

00:20:21: Nämlich proaktiv!

00:20:25: Wenn der schon einmal wegen Mord gesessen ist und dann wieder freikommt und ein nächstes Opfer findet, da muss man sie informieren.

00:20:36: Jetzt sind wir sehr stark bei extremen Fällen aber... Ich denke dann darüber nach und denke mir auch gut, eine Frau die in ihrem Leben schon fünf, sechs vielleicht etwas harmloser.

00:20:47: Ich bitte vor sich mit dem Begriff es ist nicht harmlos egal wie harmlos es genannt wird schon erfahren hat sie wird als achtzehnjährige schon irgendwie mal angekrabscht und ich denke das ist immer eine Demütigung und es sind ja so kleine Sachen oft die einfach Eine Frau auch in eine Position ein bisschen drängen habe ich den Eindruck, dann das Gefühl zu haben.

00:21:12: Das

00:21:12: wird schon in Ordnung sein weil die haben ja immer gesagt gestelle dich nicht so an.

00:21:17: Wie ist es im unteren Bereich wenn wir nicht in diese extremen Fälle gehen?

00:21:21: Was kann man da machen?

00:21:23: Ich glaube wichtig ist dass wir mal alle wissen was Gewalt ist, wo beginnt Gewalt.

00:21:28: Und das ist das Allerwichtigste und das wissen so viele nicht oder sie verharnlosen spielen es runter.

00:21:35: also ich habe das oft gemerkt auch in Schulen.

00:21:39: eine Lehrerin sagt der hat das Mädchen bekrabscht und der Lehrer sagt ne man ist ja nicht zu schlimm Es wird immer so runter gespielt.

00:21:48: Gewalt beginnt eben schon sehr früh.

00:21:50: Sie beginnt bei Beleidigungen, bei Runtermachen, bei Lächerlichmachen, bei Demütigung, bei Verboten und und und also da beginnt es ja schon und das ist oft nur mit Worten bei der verbalen Gewalt.

00:22:03: Das muss man ernst nehmen oder das muss man wirklich in Zentrum stellen.

00:22:08: Das wird aber nicht gemacht.

00:22:11: In der Justiz verkürzen hat mir eine Richterin gesagt, diese Kopfnuss am Kind, das war hier noch keine schwere Gewalt.

00:22:20: Was haben Sie jetzt gesagt?

00:22:22: Das ist Schwere Gewalte.

00:22:24: Einen Kind am Kopf zu schlagen ist eine schwere Gewalt!

00:22:28: Das darf eigentlich in Österreich gar nicht passieren.

00:22:30: Ja, also es wird einfach immer so untergespielt und alles was nicht systematisch gewalt ist und nicht wiederholter Gewalt ist, wird überhaupt

00:22:38: nicht wahrgenommen als Gewalt.

00:22:42: Warum ist das so dass wir nicht wissen was ist Gewalt?

00:22:46: Weil es zu wenig Aufklärung darüber gibt.

00:22:48: Eigentlich müssten wir das alle wissen, weil allein schon das Züchtigungsverbot an Kindern wurde in der Art und Weise aufgehoben mit den Familienrechtsreformen.

00:22:58: Damals hat es geheißene Züchtigung an Frauen und Kinder ist.

00:23:02: verboten darf nicht mehr sein aber es passiert taktierlich.

00:23:06: Sie ist immer noch in den Köpfen drinnen und vor allem viele Väter glauben Frauen sind immer noch der Besitz.

00:23:13: man darf Frauen zu behandeln oder Kinder?

00:23:17: Alles was sozusagen unter anderem ihren Augen schwächer sind.

00:23:21: Frauen und Kinder werden gerne als Objekte, oder werden gerne mit Objekten verglichen.

00:23:27: Das finde ich prinzipiell eine absolute Katastrophe für das Learning von Buben.

00:23:33: Aber das ist es ja Es wird ja nicht erwähnt.

00:23:36: Wie kann ich in den Schulen beibringen Pass auf Da fängt Gewalt an, weil es wird ja diese berühmte rote Linie geben wahrscheinlich bei der Kopfnuss.

00:23:45: Verschiebt sich immer weiter nach hinten.

00:23:46: Schätze ich jetzt einmal!

00:23:47: Ich weiß es nicht.

00:23:49: Ja also ich glaube... Also wenn es nach mir ginge würde ich gerne ein großflächiges Präventionsprogramm standen.

00:23:59: Das heißt Söhne dürfen keine Däter werden.

00:24:05: Buben dürfen keine Täter werden.

00:24:07: Wenn wir keine Detail haben, haben wir auch keinen Opfer.

00:24:10: Das klingt zwar jetzt so simpel aber es ist so.

00:24:13: Je früher wir die Boom dazu erziehen dass sie wissen wie Sie mit Frauen umgehen beziehungsweise das sie lernen respektvoll umzugehen achtsam liebevoll verantwortungsvoll verlässlich wenn Vor allem die Buben, weil wir reden jetzt von den Männern und leider sind sie diejenigen, die Gewalt ausüben.

00:24:42: Müssen wir Sie da hingehen erziehen?

00:24:45: Dazu brauchen wir natürlich die Eltern, dazu brauchen wir die Pädagoginnen in Schulen, im Kindergarten, in ganzen Bildungswesen und unsere ganze Gesellschaft und vor allem auch die Politik, die muss mitspielen!

00:24:58: Wir müssen die Bubin dahingehend erziehen, dass sie keine Detailer

00:25:02: werden.".

00:25:03: Das ist das Zentrale für mich.

00:25:05: Erst dann, wenn wir ... Wir sind weit entfernt davon.

00:25:09: Aber ein Präventionsprogramm räuchten wir um die Täter wirklich sozusagen einzudämmen oder Gewaltdaten einzudämmen.

00:25:19: Also wenn Burschen lernen mit Gefühlen umzugehen vor allem auch damit mit Kränkungen zurückweisungen und Trennungen umzugehnen Dann hätten wir schon sehr viel erreicht.

00:25:34: Viele wissen das einfach nicht oder werden gar nicht dazu erzogen und meinen Burschen müssen keine Empathie zeigen, es wird gar nicht erwartet von ihnen, dass sie Empathien zeigen, dass die Sorgearbeit leisten, dass sich für Gleichstellung einsetzen, dass Sie für Selbstbestimmung der Frauen einsetzen.

00:25:51: Sie glauben immer, Sie haben Ihre Rechte und die Interessen und Rechte der Burschner Männer sind auf dem Vordergrund.

00:25:59: Das beginnt eben schon in der Erziehung.

00:26:02: Und wichtig ist auch, dass wir auffällige Burschen oder Kinder, die schon im Kindergarten auffählig sind, die sehr aggressiv sind und übergriffig sind, dass man einen speziellen Augenmerk drauf liegt.

00:26:15: Weil das sind dann die späteren Gewalt ausübenden?

00:26:18: Das kann man sagen!

00:26:19: Wenn die Impulskontrolle am Anfang nicht unter Kontrolle ist sozusagen... Genau

00:26:24: Stimmig

00:26:25: ist, dann kann man sagen das wird sich durchziehen.

00:26:28: Das

00:26:28: wird sich durchziehen.

00:26:30: oder wenn zum Beispiel ein Bursche oder einen Bub schon einmal anfängt die Schwester immer zu schlagen oder andere Kinder zu adäkieren oder die Mutter zu adakieren.

00:26:41: Das sind von den ersten Mahnzeichen.

00:26:43: Wenn man das ignoriert Dann wird sich das fortsetzen, weil wo soll er es lernen?

00:26:49: Wenn man ihn nicht stockt.

00:26:50: Relativ früh stoppt und sagt, dass ist nicht akzeptabel, das wollen wir nicht.

00:26:54: Und ihn auch wirklich in einen Spezialprogramm zu investieren, dass du bestehst.

00:27:00: Mein Eindruck ist nämlich – ich habe das in irgendeiner Folge schon mal gesagt aber damit wäre jetzt einmal wirklich auch ganz in unserer Bubble anfangen.

00:27:10: Ich stelle immer wieder fest, dass auch im sogenannten Aufgeklärten oder vermeintlich aufgeklärte Bildungsmilieu, das... Zum Beispiel in der Familie mit zwei Kindern, ein Mädchen und ein Bub.

00:27:22: Das ist schneller mal bei den Buben auch wenn die glauben, die Eltern sie erziehen gleichberechtigt.

00:27:27: Bei dem Buben mehr durchgeht.

00:27:28: Da muss sich die Hörner abstoßen.

00:27:30: Der ist ein bisschen wilder und so.

00:27:31: Und das ist eigentlich ... dass wir gar nicht merken wie sehr wird diese Erzählung ständig

00:27:35: befeuern?

00:27:36: Ganz richtig absolut

00:27:38: ganz richtig ja!

00:27:39: Es wird immer bei den Bullschnitten immer so viel toleriert.

00:27:43: Er muss ja einen Bub und er muss sich ja irgendwie ... und er muss raufen.

00:27:50: Und was ist das nicht alles?

00:27:51: Ja, aber er muss trotzdem respektvoll sein.

00:27:55: Dieses respektvolle Wertschätzung und achtsame Miteinander ist so wichtig.

00:28:00: Darauf muss man so achten.

00:28:02: Das sind natürlich genauso zu Verantwortung herangezogen werden müssen wie ein Mädchen.

00:28:07: Mädchen werden grundsätzlich mehr zur Verantwortung gezogen, dass sie sich sozusagen vielmehr auch kümmern um andere Menschen in der Familie.

00:28:17: um die Großeltern oder um die Geschwister, das wird verlangt von den Mädchen aber weniger von den Burschen.

00:28:25: Und das, finde ich gehört dazu.

00:28:28: Diese Empathie und auch Gefühle zeigen.

00:28:30: Das heißt oft noch immer, ein Bub darf nicht weinen.

00:28:34: Warum soll ein Bub nicht weinern?

00:28:35: Es ist wichtig, dass er auch Gefülle zeigt und das jetzt zum Ausdruck bringt um vor allem auch mit Aggressionen, mit Wut umzugehen.

00:28:43: Wir Frauen haben auch Wut wir sind auch zornig und wir sind ja auch aggressiv manchmal oder eifersüchtig aber deswegen bringen wir niemandem um.

00:28:54: Wir misshandeln in der Regel niemanden so massiv wie es eben bei den Burschen passiert.

00:28:59: Warum

00:28:59: sind Männer aggressiver?

00:29:01: Da gibt's vielleicht auch biologische Hintergründe, aber das ist keine Entschuldigung dafür.

00:29:07: Nein, das sowieso nicht!

00:29:08: Das ist immer

00:29:09: die Frage...

00:29:11: Manche sagen das, keine Ahnung, aber ich glaube wichtig ist.

00:29:16: wir Frauen werden ja auch zu Frauen erzogen und Burschnern auch zu ... Männern erzogen.

00:29:22: Das heißt, es ist eine Sozialisationsgeschichte, eine Erziehungssache.

00:29:27: wie erzähle ich die Kinder und wohin erzählen wir sie?

00:29:32: Und was auch immer wieder vorkommt, das heisst immer die Frauen erzählen die Männer weil in Erster Linie natürlich die Frauen zuständig sind für Erziehungen und für Kehrarbeit Und die Männer fehlen.

00:29:45: Die Väter fehlen in der Erziehungsarbeit und ich finde, das ist auch ein Riesendeffizit, dass die Müttern nicht mehr alles umgehängt werden.

00:29:55: Sie sind ja verantwortlich.

00:29:56: Sie haben mal die Buben erzogen und wenn sie dann aggressiv oder kriminell werden, dann ist es auch wieder die Schuld der Frauen und der Mütter.

00:30:05: Aber wir vergessen immer, es gibt den zweiten Bart mit den Väter und die Männer, die eigentlich zuständig sind liebevolle Menschen heranzuziehen und vor allem die Burschen.

00:30:18: Und da braucht es natürlich, und jetzt kommen wir zu diesem Punkt Vorbilder.

00:30:21: Es fehlen einfach diese positiven männlichen Vorbilden unserer Gesellschaft, die den Burschern zeigen so geht's lang.

00:30:29: Wir haben aufeinander zu achten.

00:30:32: Frauenfeindlichkeit Geht einfach nicht, das ist ein Logo.

00:30:36: Also Frauen, dass man Frauen auf Augenhöhe begegnet und sie auch als Menschen genauso eben bürtig sozusagen behandeln.

00:30:47: Ja

00:30:47: ich habe eine Frage die da anknüpft weil wir sozusagen jetzt von unserer Bubble gesprochen haben und das ist wirklich sehr heikel.

00:30:55: aber weil Sie so einer Expertin sind bitte ich Sie da um meine Einschätzung.

00:30:59: Weil Sie ja auch Politikwissenschaftlerin sind Ihre... Doktorarbeit, glaube ich über FPÖ und die Frauen.

00:31:04: Das ist sozusagen das eine Ecke und die andere Ecke ist wirklich mit Frage formuliert.

00:31:10: aus der migrantischen Ecke gibt es ja auch einen gewissen Matruismus denn man erlebt jetzt zum Beispiel in der Volksschule erlebt dass ein Vater der Lehrerin den Handschlag verweigert hat einfach weil sie eine Frau ist.

00:31:24: Gleichzeitig will ich nicht in ein rechtes Narrativ hinein fallen.

00:31:28: trotzdem und das ist die Frage, beobachte ich ein bisschen dass es von rechts

00:31:32: und

00:31:32: sozusagen von migrantischer Seite einen neuen Machuismus gibt oder einen Machuismus der eh immer da war.

00:31:39: Der gerade auch wieder so durch Trump und all diese Figuren ein Revival erlebt wo wir aber auch finde ganz entschieden dagegen gehen müssen.

00:31:50: oder ist das sozusagen eine falsche Einschätzung?

00:31:52: Man kann

00:31:52: wieder noch eine Zusatzfrage dazustellen, weil die da passt.

00:31:56: Weil es ist nicht nur ein migrantisches Problem glaube ich in dem Fall, weil du sagst sondern nehmen wir so Es ist von rechter Seite sehr stark und es ist...

00:32:04: Deswegen habe ich ja so eingeleitet.

00:32:06: So

00:32:06: ist es

00:32:06: von beiden Seiten.

00:32:07: Und

00:32:07: bitte!

00:32:07: Und ein religiöses Problem, weil es ist ja in allen Weltreligionen so dass der Mann über der Frau steht.

00:32:17: Es gibt keine Weltreligion wo der Mann nicht über der Frau steht, auch im Buddhismus oder dem Hinduismus ist das so.

00:32:24: Also das ist ja ein wahnsinniges Problem?

00:32:27: Oder nicht?

00:32:27: Ja wir haben die geopolitische Lage weltweit.

00:32:33: Gewalt an Frauen ist ein globales Problem.

00:32:35: es findet überall statt.

00:32:37: Das ist nicht ein österreichisches europäisches Problem sondern überall und Gewalt wird kein importiertes Problem.

00:32:44: Wir haben es in unseren Kreisen, auch unsere Kultur sozusagen ist patriarchal.

00:32:50: Aber natürlich gibt es Länder wo es noch ärger ist, wo Frauenrechte überhaupt nicht geachtet werden, wo sogar Frauen ermordet oder in Kriegsgebieten oder wo Frauen sexuell ausgebeutet werden

00:33:02: etc.,

00:33:03: also wir haben mit einer riesengroßen Problematik zu tun.

00:33:07: und natürlich die Religionen spielen mit Und die rechten Parteien und den rechten Männer genauso.

00:33:15: Also Frauen werden von allen Seiten so bedroht, dass fast nicht mehr haltbar ist.

00:33:24: Wir haben es mit so vielen Phänomenen in unserer Gesellschaft zu tun, die dazu führen, dass Gewalt an Frauen und Kindern permanent stattfindet.

00:33:35: Die Religionen ... Religionen sind ein Gift für Frauen, weil sie einfach nicht unterstützt werden ganz im Gegenteil.

00:33:46: Und dann haben wir diese fundamentalistischen Strömungen.

00:33:49: Aber auch selbst in der

00:33:50: harmlosen Strömung

00:33:51: ist es ein Gift.

00:33:52: Auch der Katholizismus ist genau so.

00:33:55: Wir haben wirklich vielfach damit zu tun und die rechten Parteien tun nichts dafür, dass es den Frauen besser gehen.

00:34:02: Sie setzen sich auf!

00:34:04: Christliche Werte?

00:34:05: Ja, oder faire Werte und sozusagen unsere Frauen.

00:34:08: Und die müssen wir schützen aber nicht andere Frauen...

00:34:11: Entschuldigung das meint ich mit Objekten!

00:34:13: Wir müssen unsere Frauen schützen.

00:34:15: Was ist das jetzt?

00:34:16: kein Objekt es kein Auto da sich in der Garage stellt sondern ein Lebewesen.

00:34:19: Richtig genau ganz richtig ja.

00:34:21: Und darum kann man auch nichts sagen Migrationen ist ein Problem oder das Migration fährt die Gewalt natürlich.

00:34:30: Ich sage aber immer, wir haben in Österreich seit fünf Jahrzehnten Gleichstellungspolitik.

00:34:35: Frauenrechte stehen in der Verfassung.

00:34:39: Wir haben die Konventionen, Frauenrechtkonventionen und Kinderrechtskonvention, Menschenrechtskonvention alles ratifiziert.

00:34:46: Jetzt haben auch die Istanbul-Konvention hier.

00:34:49: Also wir haben all Dokumente über Dokumete und trotzdem passiert Gewalt ständig unter uns.

00:34:59: Und Gleichstellungspolitik seit fünf Jahrzehnten.

00:35:02: und auch unsere Männer, sozusagen jetzt fange ich an mit diesem Narrativ.

00:35:07: Auch die misshandeln Frauen und so gibt es oft wenig Unterschiede.

00:35:14: Das Grundproblem ist eigentlich egal ob das ein Mann aus Syrien oder Afghanistan der eine Frau misshandelt.

00:35:21: Wichtig ist dass sie gestoppt werden.

00:35:23: Rechtseite gestopft werden.

00:35:25: Und das ist eine strukturelle Geschichte.

00:35:29: Unsere Behörden schauen viel zu lange zu, wie ich schon vorher gesagt habe.

00:35:32: Sie stoppen die Männer nicht zu lassen es zu bis eben wieder was passiert?

00:35:36: oder eine Frau macht eine Anzeige es wird eingestellt oder sie wird sogar weggeschickt und heißt nur ja wegen dieser Ohrfeige müssen wir jetzt noch keine Anzeigen machen.

00:35:46: also auch hier die Polizei ist zwar grundsätzlich geschult aber im Umgang und in diesem.

00:35:53: sie verstehen auf diese Betroffenheit und diese Dynamik der Gewalt nicht.

00:35:58: Da sind wir wieder, was Sie vorhin meinten mit der Erzählung.

00:36:00: Ich nenne es jetzt einfach mal die Erzählung dass man Respekt haben muss und die Frau übernimmt dann aber immer die Pflege sozusagen also das Empathische unter Mann nicht er darf nicht weinen und so weiter.

00:36:15: Aber das ist ja auch eine Erzähelung.

00:36:17: Und diese Erzählungen habe ich schon festgestellt.

00:36:20: in meinem Umfeld wird dann aber auch anders interpretiert teilweise, weil dann heißt es doch doch ich habe total viel Respekt von meiner Frau.

00:36:30: Aber also das sind so Begriffe die dann oft stehen wo ich den Eindruck hab du hast überhaupt keine Ahnung?

00:36:36: Das ist wieder dieses Respekt.

00:36:37: und bin ich wieder beim Objekt!

00:36:39: Das wird dann so als Objekt gesehen.

00:36:41: Ich habe Respekt vor ihr, meine Mutter hat mich geboren, hat mich großgezogen Die war für mich da immer... welche Erzählung kann man finden oder was muss man den Leuten erzählen?

00:36:51: Weil Es wird so schnell.

00:36:53: Ich verstehe total, was damit gemeint ist.

00:36:55: Aber der Mann neben mir oder den ich zufällig auf die Straße treffe, der sieht das völlig anders!

00:37:00: Der liest dieses Wort, liest ja völlig anders.

00:37:05: also er interpretiert es ganz anders weil er hat vielleicht den Eindruck dass er das alles tut aber in Wirklichkeit tut er's nicht.

00:37:14: wie bringe ich ihm das bei?

00:37:16: Ja, man kann es im Grunde genommen eh nur an den Daten und an den Verhalten messen.

00:37:22: Man kann natürlich so wie immer sagen ich bin ja nicht rassistisch aber bei jedem zweiten Satz oder so kommt's durch.

00:37:29: Also natürlich muss man die Menschen und Männer daran messen.

00:37:33: wie verstehen sie das tatsächlich?

00:37:36: Wenn Sie dann über Frauenwitze erzählen oder Frauenfeindliche Witze erzählten Sprüche Scherze Die Frauen demütigen Daran misst man es.

00:37:46: Und das beginnt ja schon früh, ne?

00:37:47: Also wenn zum Beispiel ein Politiker eine Frau sagt, du wieder lichest Ludau und er muss nicht zurücktreten, dann merkt man, aha, das wird geduldet!

00:37:56: Wir dürfen... All diese Dinge nicht dulden, also Scherze, frauenfeindliche Witze.

00:38:01: Da braucht es eben Männer die andere Männer in Schranken halten und denen sagen das ist nicht okay.

00:38:07: Da beginne ich wieder mit dieser Vorbildhaltung.

00:38:10: Männer müssen Haltung zeigen Verantwortung übernehmen oder auch andere Männer adressieren und sagen Das ist nicht ok!

00:38:16: Ich will das nicht.

00:38:17: Ich will nicht dass Du über Deine Freundin so redest.

00:38:19: So abschätzig... Ich will nichts dass Du Über Die Arbeitskollegien so Redest.

00:38:26: Da braucht es eben Zivilcourage, da braucht es Männer die hier Ansetzung und auch andere Männer.

00:38:34: Also im privaten Umfeld etwas sagen, halt so ist es.

00:38:37: Genau, das ist nicht okay.

00:38:39: Nur viele trauen sich nicht.

00:38:41: Auch im Freundeskreis hängt man sich zu weit heraus.

00:38:44: womöglich verliert man dann den besten Freund oder Freunde wenn man diesen Mut hat.

00:38:51: Zerstört

00:38:51: den lustigen Abend?

00:38:52: Den lustigen Abend genau.

00:38:54: Das wird schon

00:38:54: ein ernsten Thema.

00:38:55: Richtig!

00:38:58: diese Männer brauchen, wir brauchen Männer die eben Haltung zeigen und sich auch trauen einmal etwas aufzuzeigen.

00:39:06: Darf ich jetzt eine Frage dazu und fange es bei mir sozusagen an?

00:39:12: Weil das finde ich, trifft mich dann auch.

00:39:14: Ich find' das auch schwierig.

00:39:15: Wir hatten das ja mal im Podcast, dass einer sofort geschrieben hat, ja ich schäme mich ein Mann zu sein!

00:39:20: Und ich habe gesagt, ich schähm mich nicht ein Mann so sein.

00:39:22: Ich bin als Mann geboren, ich bin ein Mann.

00:39:25: Schämen ein Mann zu sein, wenn ich andere Männer nicht gut finde.

00:39:31: Ich glaube schon, dass man sich schämen

00:39:32: muss.

00:39:33: Muss ich mich schämern?

00:39:35: Aber wo

00:39:35: führt das hin?

00:39:36: Weil ich find' Charme ein Riesenthema gerade... Das ist wieder eine andere Prägung, da bin ich wieder bei der Religion.

00:39:42: Ich glaube das wird das katholische Alle ganz stark in uns tragen.

00:39:45: Für mich ist Schamen... das kann ich jetzt vielleicht kurz preisgeben ohne zu viel Also auch in vielen Jahren Therapie!

00:39:50: Ich weiß nicht wo es herkommt und für mich ist Charme ein großes Thema aber es ist ähnlich wie Neid.

00:39:55: Es bringt mich keinen Millimeter weiter.

00:39:58: Also was habe ich von der Information?

00:40:00: schämen dich?

00:40:01: Wo ich mir denke ja gut, ich bemühe mich wirklich aufrichtig Ich werde sicher auch nicht alles richtig machen Aber es kommt ja nichts in Gange, wenn ich sage ja es schämt euch jetzt einmal alle.

00:40:10: Also ernst gemeinte Frage!

00:40:11: Ich bin wirklich offen dafür.

00:40:12: aber was bringt das?

00:40:14: Wenn wir uns jetzt korrektiv als Männer schämen und also gerne, wenn es auch nur der Sache einen Millimeter dient, das meine ich nicht Krokett sondern in aller Aufrichtigkeit... Aber was haben wir davon?

00:40:24: Ja

00:40:25: und ich schäme mich auch gerne wenn's da Sache etwas bringt, aber ich bin als Mann geboren.

00:40:31: Ich denke mir, jetzt haben wir die Giselle Bellico.

00:40:35: Die gesagt hat, die Scham muss zur Seite wechseln.

00:40:38: Das heißt im Grunde genommen dass Betroffene sich öffentlich äußern darüber und auch sie zeigen mit ihrer Betroffenheit und das es nicht mehr okay ist und wir müssen das wirklich auch öffentlich machen.

00:40:52: genauso glaube ich sollte dir das geschlechtes Scham wechseln.

00:40:57: Auch dass Männer sagen, ob das was andere Männer machen ist nicht okay?

00:41:00: Das müssen wir aufzeigen!

00:41:01: Das ist eine Schande für unsere Gesellschaft.

00:41:05: Gewalt an Frauen und Kinder ist eine schande für unserer Gesellschaft.

00:41:10: Dafür muss ich mich schämen oder dafür muss ich aufzeigehen in diesem Sinne.

00:41:19: Wir müssen diese Scham öffentlich machen und wir dürfen uns nicht mehr immer nur schämen als Betroffene, weil es US passiert ist.

00:41:27: Sondern wir müssen auch für die anderen einstehen.

00:41:29: Habe ich totales Verständnis dafür finde ich auch ganz richtig.

00:41:32: aber... Ich schäme mich ja nicht deswegen, weil ich ein Mann bin sondern ich schähme mich.

00:41:37: du bist eine Schande für Männer wie du dich verhältst Und das finde ich jetzt ein Unterschied.

00:41:43: Ja!

00:41:44: Du bist eine Chande Wenn du das tust, dass ist wirklich eine Schande oder eine Sünde.

00:41:48: Oder was auch immer es ist.

00:41:50: Das kann jeder für sich haben ja.

00:41:51: Aber

00:41:52: sehr religiöse

00:41:55: Begriffe.

00:41:56: Sehr religiös und gut aber...

00:41:56: Natürlich mit dem Begriff Charme ist die Frage geht man wie geht man damit um?

00:42:01: Wir haben vor kurzem eben auch eine Veranstaltung gemacht.

00:42:04: also sagt er Männergewalt isst eine Schandel für unser Gesellschaft.

00:42:08: Ja, definitiv!

00:42:09: Das ist ja so ein Unterschied, dass ich auch mal keine Millimeter weiter die Suche sehe.

00:42:14: Ich weiß nicht ob Sie den Theatermacher kennen, Stefan Ebner der jetzt diesen Woke of Shame gemacht hat.

00:42:21: Also gehen aus Scham heraus.

00:42:25: Der diskonsibiert halt zu.

00:42:29: Männer gehen sehr gebückt am Boden und zeigen damit das alles nicht lustig ist was da passiert Und das ist ein Kunstperformance, die er kreiert hat.

00:42:43: Die Männer sind da über die Kärtnerstraße gegangen mit diesem Vokofschäme und er hat so konzipiert, dass es muss weh tun.

00:42:53: Die Männer müssen spüren was sie anrichten.

00:42:55: Das ist nicht mehr lustig, diese Männergewalt.

00:42:59: In diesen Zusammenhang hatte der auch gemacht.

00:43:02: man kann natürlich sagen ja Ein Zeichen, ein Ausdrucksmittel um darzulegen dass wir das Männer gegen Männergewalt an Frauen aufstehen oder sich dazu bewegen.

00:43:18: Da

00:43:18: bin ich total dafür.

00:43:24: gegen männliche Gewalt, das ist glaube ich das auch.

00:43:28: Was ist das allwichtigste?

00:43:30: Es ist auch sonst nicht so wichtig uns da so aufzuhängen weil es uns wieder um die Männer geht aber ein bisschen geht's um die Männer weil wir wollen ja was besser machen.

00:43:37: Ist es sozusagen vergleichbar?

00:43:39: nochmal zu der Frage zurück wie ich sage ich schäme mich für die Verbrechen des Nationalsozialismus dass die Österreich

00:43:46: mit

00:43:47: zu verantworten hat, würden sie es so vergleichen?

00:43:50: Da waren wir ja auch nicht dabei.

00:43:51: Es waren ja auch andere Männer und Frauen, sondern so ist es in diesem Sinn.

00:43:56: Ja Schämen für eine Nation die sowas angerichtet hat und mitgeduldet hat mehr oder weniger toleriert hat zum Teil und zu wenig Konsequenzen daraus gezogen

00:44:08: hat.

00:44:10: Das ist ein guter Vergleich, könnte man in diese Richtung denken.

00:44:14: Weil wenn in einem Land so viele Frauen ermordet werden und soviele Frauen fast ermordelt werden dann muss man sich ja irgendwann einmal fragen was das

00:44:25: ist?

00:44:25: Ja dafür schäme ich mich

00:44:26: auch.

00:44:27: Definitiv!

00:44:27: Und es finde ich auch schwach von uns als Gesellschaft

00:44:31: Genau.

00:44:31: Ich habe noch eine Frage, ohne dass ich Sie jetzt in irgendeine Partei zur Gehörigkeit drängen möchte, weil das tun wir ja auch nicht kund.

00:44:38: Aber sehen sie in der aktuellen österreichischen Politik?

00:44:41: Politikerinnen und Politiker die sozusagen bereit sind ihre Forderungen aktiv umzusetzen gibt es da Tendenzen oder wird es anders gesagt wer blockiert?

00:44:52: Kann man das benennen?

00:44:54: Weil ich finde es auch immer wichtig, wir haben alle unsere Stimmen.

00:44:56: Es gibt eine neue Wahl.

00:44:58: Wenn man da jetzt wirklich sagen möchte Ich will alles daran setzen, dass sich die Gesetzeslage für Frauen

00:45:05: führt

00:45:05: gegen all diese Schrecklichkeiten verbessert.

00:45:09: Was kann ich machen?

00:45:11: An wen kann ich mich... Gibt's wenen an denen ich mich dranhängen kann?

00:45:14: Gibt es Anzeichen wer in die richtige Richtung geht?

00:45:18: Die Hoffnung ist immer da etwas ändert oder dass unsere Forderungen oder das, was wir permanent aufzeigen, dass dieses endlich Gehör findet.

00:45:29: Es gibt schon zwar nach jedem Femizid wieder so ein bisschen Beteuerung und was für sich wie schlimm das alles ist aber dabei bleibt.

00:45:38: es gibt wenig Anteilnahme für die Betroffenen und auch wenig wirklichen Willen etwas zu ändern wenn zum Beispiel so viele Männer ermordet werden würden in Österreich wie Frauen.

00:45:51: Da hätte sich meiner Meinung nach schon sicher viel, viel mehr geändert.

00:45:55: aber es ist eben genauso auch eine geschlechter Frage.

00:45:57: Es geht ja nur um Frauen.

00:45:59: Diese Wertlosigkeit von Frauen ist ja überall spürbar weil sonst hätte sich schon längst etwas viel mehr bewegt.

00:46:07: Das ist genau so in der Gleichstellungspolitik.

00:46:09: wir sind noch immer fast Schlusslicht in der gleichstellungspolitik.

00:46:13: Also Gender begibt weit entfernt von einer echten Gleichstellung.

00:46:19: Warum gibt es das?

00:46:20: Jetzt haben wir seit Jahrzehnten Fraueministerinnen in unserem Land und trotzdem haben wir immer noch dieses Riesenproblem der Ungleichstellung zwischen Männern und Frauen, andere Länder haben das nicht und sind vielleicht schon weiter vorne wie wir.

00:46:35: also da muss man sich manchmal fragen wo sind wir?

00:46:38: Wir sind ein demokratischen land und wir haben jetzt auch mittlerweile mit an der Politik, wir haben drei Feministinnen und Sozialdemokratinnen.

00:46:47: Die könnten viel meiner Meinung nach bewirken und gemeinsam natürlich auch mit Minister-, Kolleginnen und Kollegen das sie etwas voranbringen.

00:46:56: aber ich habe nicht den Eindruck dass sich wirklich etwas bewegt.

00:47:00: Dass Sie diese Themen ernst nehmen oder zum Beispiel schon lange reden wie über dieses Konsensprinzip ein Ja ist ein ja bei sexueller Gewalt oder Vergewaltigung.

00:47:11: Es ist nichts da, es wird nicht umgesetzt.

00:47:14: Dann haben wir jetzt diesen nationalen Aktionsplan von der Regierung entwickelt wurde aber es ist zu oberflächlich.

00:47:26: Es werden viele Themen gar nicht angesprochen.

00:47:29: Deta-Arbeit zum Beispiel.

00:47:31: Dass man hier wesentlich mehr investieren müssen damit deta endlich gestoppt werden und dass das eine Veränderung braucht oder dass die Justiz geschult werden muss, nämlich verpflichtend geschult wird.

00:47:44: Das fordert der Europarad schon seit Jahrzehnten und noch immer ist nichts passiert.

00:47:50: Warum

00:47:50: wird die Justiiz nicht geschult?

00:47:52: Ich dachte... Es heißt immer Na ja, geschult, verpflichtent geschult!

00:47:56: Sie muss verpflichtengeschult werden weil es immer wieder heißt Die Justiz muss unabhängig bleiben.

00:48:03: Wie mein Unabhängig ist, das ist schon gut aber sie müssen ein Wissen haben darüber, ein grundlegendes Wissen wie die Etatikung welches Strategien Sie haben und wie diese Gewaltdynamik aussieht.

00:48:17: zum Beispiel unterbringe ich wieder Spanien.

00:48:19: Spanian hat seit zwei tausend drei eigene Gerichtsbarkeiten also Gerichtssprängel zu häuslicher Gewalt wo alle geschult sind und nur Fälle zu heißiger Gewalt verhandelt werden.

00:48:34: Und dort sind die Prozesse viel kürzer wie bei uns in Österreich, also es wird viel strenger und viel rigoroser auch mit Tätern umgegangen Und die Betroffenen müssen jetzt so lange Strafverfahren durchmachen.

00:48:51: Das ist ja ein Zermürbungsprozess, jahrelang oft mit einem Detail konfrontiert zu werden.

00:48:58: Viele Frauen sagen na was hab ich davon wenn ich eine Ansage mache?

00:49:01: Da muss sich mich jahre lang monatelange mit einem deta auseinandersetzen konfrontieren.

00:49:06: das ist enorm belastend.

00:49:07: dort sind die Verfahren viel kürzer weil alle wissen Gewalt an Frauen ist nicht okay.

00:49:13: Das muss man wirklich ernst nehmen.

00:49:16: Weißt du, der Täter ja dann genau wo diese Frau wohnt?

00:49:18: Weil dieser Kriegsverhandlung so lange geht.

00:49:21: Ja es ist ein Rattenschwanz an langer Geschichte.

00:49:25: Ich habe noch eine Frage dazu.

00:49:27: Es ist ja klar muss die Politik Rahmenbedingungen setzen?

00:49:31: Das ist überhaupt keine Frage.

00:49:34: Aber ich hab den Eindruck Die Politik macht das ja nicht.

00:49:38: Und sie haben sehr schön aufgetröst.

00:49:40: Wir haben Feministinnen in der Regierung.

00:49:42: Es ist alles wunderbar Aber trotzdem passiert nichts.

00:49:46: Es gibt immer Entsetzungen, wenn irgendwas passiert.

00:49:48: Sind alle die Medien schreiben?

00:49:49: Alle wahnsinniges alles furchtbar?

00:49:51: Das passiert danach aber nichts!

00:49:52: Das haben wir ja bei allen Themen immer wieder.

00:49:56: Ist es nicht doch die Gesellschaft, die das fordern muss?

00:50:01: Sind's nicht Wir Menschen, die hier leben als Gesellschaft?

00:50:05: Dass wir eine Gesellschaft wollen wo... Als Vater gesprochen der zwei Töchter hat und einen Sohn hat?

00:50:12: Ich will nicht dass mein Sohn zum Täter wird.

00:50:14: ich will nicht Töchter, Opfer werden.

00:50:17: So und ich bin ein Mann!

00:50:20: Und das möchte ich nicht und das verdeidige ich und dafür kämpfe ich.

00:50:25: Ist es nicht dieser Nied der endlich reingehen muss in die Köpfe des Männer vor allem?

00:50:31: Okay wir müssen das schaffen dass unsere Töchter geschützt sind

00:50:36: Richtig.

00:50:36: Das

00:50:37: kann eigentlich nur aus der Gesellschaft kommen?

00:50:39: Wenn die Söhne erzeugen werden, dann haben wir es wieder.

00:50:41: und deswegen stimmt der Spruch dann doch...

00:50:43: Wir sollten keine... ...beschützt

00:50:44: nicht eure Töchter sondern erzieht eure Söhnen!

00:50:47: Genau, ja und nicht zu Detern, also man müssen da stoppen.

00:50:51: Und vor allem ich meine, wir haben seit fünfzig Jahren in Österreich Frauenhäuser.

00:50:58: Es müssen jährlich dreitausendfünfhundert Frauen mit ihren Kindern flüchten nach bevor.

00:51:02: Wahnsinn Das muss man sich einmal vorstellen.

00:51:05: Es werden immer noch die Frauen bestraft, die müssen ihre Häuser verlassen... Die Kinder müssen die Schulen verlassen, Freunde verlieren ihrer Freunde.

00:51:14: Da hat sich seit fünfzig Jahren nichts verändert.

00:51:17: Obwohl wir seit dreißig Jahren dieses Gewaltschutzgesetz haben, wo eben Data weggewiesen werden.

00:51:24: Damals haben wir uns gehofft es wird sich was ändern!

00:51:27: Die Frauen können sicher mit ihren Kindern zu Hause leben aber dem ist nicht so.

00:51:34: Also, es hat in unserem System stimmt etwas nicht.

00:51:37: Es ist deterschutzorientiert!

00:51:40: Immer noch die Mütter, die Kinder müssen weg werden bestraft.

00:51:44: Anstatt zu sagen... Die Dätermüssen gestoppt werden und müssen Konsequenzen spüren, dass das nicht okay ist.

00:51:50: Stattdessen sitzen sie nach wie vor noch zu Hause können Frauen und Kinder die Familie dürrenisieren oder sogar sie umbringen.

00:51:58: Also hier müssen wir ansetzen, das stimmt eben unser System.

00:52:02: in einer totalen Schifflage

00:52:04: Bei uns muss das Opfer weichen und der Täter darf bleiben.

00:52:07: Genau!

00:52:08: Und da hat sich eben leider nichts verändert, obwohl wir im Jahr vierzehntausend Wegweisungen haben.

00:52:15: Da merkt man alleine schon, dass es ein hohes Ausmaß ist.

00:52:18: Das ist

00:52:18: gewaltig.

00:52:18: Man muss

00:52:18: mal so umsetzen.

00:52:20: Es sind ungefähr vierzig Wegweisungen- und Betretungsverboten die ausgesprochen werden.

00:52:25: Schon habt sie gegen Täter.

00:52:27: aber was passiert danach?

00:52:29: Weil die Frauen müssen ja trotzdem – obwohl diese Wegweisung stattfindet oft zusätzlich noch in Frauenhaus, weil sie sich nicht sicher fühlen.

00:52:37: Weil Sie wissen, der kann jederzeit wieder zurückkommen und dann bin ich nicht sicher.

00:52:42: Polizeischutz gibt es auch keinen.

00:52:45: Also hier müssen wir ansetzen!

00:52:47: Und da brauchen wir wirklich Männer, die uns unterstützen als Verbündete, die unseren Kampf gemeinsam gehen.

00:52:55: Und die mehr wir aufzeigen, das Aufzeigen und dann auf die Straße gehen.

00:52:59: Andererseits geben wir mir, wir haben so viel zu tun, warum sollen wir aber auf die Strasse gehen?

00:53:03: Die Politikern und Politikerinnen sollen uns endlich hören.

00:53:08: Ja, ich verstehe den Gedanken... ...und mal kapieren was

00:53:11: sich da abschüttelt.

00:53:11: Ich verstehe diesen Gedanken mit meinem Problem mit auf die Straße gehen ist.

00:53:14: Ich gehe gerne auf die Strasse, aber ich habe den Eindruck auch das Beispiel dass sie vorher genannt werden wer schaut sich das an?

00:53:23: Wer nimmt das wahr, dass da jetzt irgendwo wer über den Ring geht?

00:53:26: Wer nehmt wahr, als da jetzt zehntausend zwanzigtausend Menschen über den Ringen.

00:53:31: Wo kommt es an in der Bevölkerung und in der Gesellschaft?

00:53:34: Und das denke ich mir!

00:53:35: Das ist alles toll und macht man das ein bisschen für sich selbst um ein reines Gewissen zu haben und so sagen okay du wenigstens.

00:53:43: was.

00:53:44: aber gibt's Dinge die wir sagen können ok gut bitte quasi ihre Bühne.

00:53:49: sagen sie uns konkret was können wir tun erreichen, die nicht in unserer Plase sind und die nicht am Ring wohnen.

00:53:57: Und sehen auch der Gengern schon wieder welche über den Ring?

00:54:01: Ja ich meine ich möchte ja auch nicht unbedingt nur jetzt sozusagen unsere Politikerinnen adressieren sondern wir haben eine Regierung.

00:54:09: da sitzen auch Männer das ist ein Minister Der Herr Bundespräsident, Bundeskanzler.

00:54:15: Auch die müssten alle gemeinsam mal einen Strang ziehen und sagen Gewalt an Frauen darf in unserer Gesellschaft nicht mehr vorkommen!

00:54:22: Und Keil Femiti... Mit

00:54:23: einer Lanze brechen für den Herrn Bundespräsidenten, den ich ein bisschen kenne?

00:54:27: Ich glaube er würde alles was sie sagen unterschreiben und würde für sich auch in Anspruch nehmen dass er das tut.

00:54:33: nur als kleine Fußnote vielleicht können wir am Ende noch versuchen gibt's irgendwas wo man Wo wir mächtig sind, wo man wirklich abgesehen von dem Symbolischen und alles... ...wo man die Politik auf die Sprünge helfen kann.

00:54:48: Also das ist das Einzige.

00:54:49: aber vielleicht ist es zu komplex oder vielleicht ist's zu kompliziert.

00:54:52: Aber das ist der einzige was mir zum Abschluss noch ein bisschen wünschen würde ob sie noch irgendwie benennen können ob es etwas gibt, weil jetzt Menschen die da sind Männer die das hören sagen okay und ab Tag eins neben der Zivilcourage Setzighandlung ABC.

00:55:10: Fällt Ihnen da noch irgendwas ein, das vielleicht untergegangen

00:55:12: ist?

00:55:13: Ich schätze den Herrn Bundespräsidenten sehr.

00:55:15: Ich war auch mit Stopp schon bei ihm und habe die Männerarbeit bei stoppen sozusagen leingelegt.

00:55:21: Und er, dass er auch als Multiplikator agiert.

00:55:23: Bei jeder Rede zum Beispiel, dass der Einbau dieses Thema, dieses große Phänomen der Gewalt dann in unserer Gesellschaft macht er zum Teil auch.

00:55:35: Aber ich würde mir trotzdem noch mehr Unterstützung erhoffen, weil ich glaube, er hätte eine große Stimme und er könnte viele erreichen.

00:55:45: Und nicht nur eher sondern er könnte viel mitziehen, ins Boot holen um mitzumachen.

00:55:51: Ja, ich würde sagen es gibt ja eigentlich keine Entschuldigung mehr für Männer.

00:55:55: Dass sie sich nicht mehr bedeiligen und nirgendwo bedeiligend.

00:55:58: viele sagen, naja was soll ich denn hingehen?

00:55:59: Was soll ich dem machen?

00:56:00: Was sollen den tun?

00:56:01: Wir haben jetzt diese Kampagne gestartet.

00:56:03: Diese Männerkampagne bei STOPP die lautet Haltung zeigen Verantwortung übernehmen da können sich Männer bedeiligen.

00:56:11: einerseits dass Sie sich abbilden mit einem Statement das so eindeutig auch andere Männer adressiert und sagt wir müssen etwas tun aber Es könnten vielmehr Männer auch mit uns gemeinsam auf die Straße gehen oder selber Kundgebungen organisieren.

00:56:28: Ich würde mir das so wünschen, dass ich wenn wieder ein Femizid ist, dass die Männer auf die Strasse gehen und sagen Das ist nicht okay!

00:56:35: Wir müssen etwas tun.

00:56:37: Und natürlich auch im Bildungssystem brauchen wir viel mehr Programme in diese Richtung.

00:56:43: zum Beispiel in England.

00:56:46: Die haben jetzt begonnen, einen eigenen Lehrplan gegen Frauenfeindlichkeit und toxische Männlichkeit zu verankern.

00:56:53: Das heißt das ist im Lehrbahn verankert.

00:56:57: Und dass so etwas wert zum Beispiel etwas sehr wichtig ist.

00:57:01: Ja, das finde ich toll!

00:57:02: Weil ab elf Jahren erfahren Burschen schon was ist Frauenfeinlichkeit?

00:57:07: Was ist Gewalt?

00:57:08: Was is' toxischeMännlichkeit?

00:57:12: Männlichkeit nicht unbedingt nur stark sein bedeutet aggressiv und dominant und übergriffig, sondern liebevoll, respektvoll und verantwortungsvoll.

00:57:23: Ein bisschen was Ähnliches hat meine Jüngste in der Volksschule.

00:57:26: ja da lernen die dass sie selbstbewusst sind das sie entscheiden dürfen was ist richtig und was ist falsch sozusagen.

00:57:33: ich möchte nicht als Beispiel jetzt von der Oma geküsst werden das will ich nicht so.

00:57:39: Das ist ja eigentlich schon ein bisschen was in diese Richtung.

00:57:42: Ich weiß nicht, ob das in jeder Schule stattfindet?

00:57:45: In der Volksschule meiner Jüngsten findet es statt.

00:57:47: Genau!

00:57:48: Es ist auch sehr wichtig, dass Kinder genau... Artikulieren können, was sie wollen und was sie nicht wollen.

00:57:56: Genau das ist ein gutes Beispiel.

00:57:57: Nein zu sagen stopp!

00:57:59: Das will ich nicht.

00:58:00: Es ist für Mädchen sehr wichtig.

00:58:02: Wir müssen Mädchen empowern dass sie sich artikulären können, dass sie es sich wehren können.

00:58:09: Ganz ganz wichtig bin ich voll dafür müsste man auch in so ein Programm einbauen.

00:58:15: Wir haben es zum Teil, es gibt Programme also punktuell aus Männerberatungsstellen gehen in die Schulen und arbeiten mit den Burschen ist wichtig aber es braucht einen Flächendecken des Programms.

00:58:28: Jedes Kind soll davon erfahren.

00:58:30: jedes Mädchen soll empowert werden und gestärkt werden.

00:58:33: jeder Busch muss sensibilisiert werden und ihn muss gezeigt werden.

00:58:37: So geht's nicht.

00:58:38: da sind die Grenzen das darf ich nicht.

00:58:41: Wenn Sie das wissen, dann ist schon noch mal viel erreicht in unserer Gesellschaft.

00:58:46: Aber das haben wir nicht.

00:58:47: Also hier geht es jetzt ganz klar raus an die ... In der Bildung, in den Schulen.

00:58:52: da müssen wir anfangen mit den Anfangen

00:58:54: in den Volksschulen oder Kindergarten sogar.

00:58:56: Man muss in den Kindergärten anfangen.

00:58:58: Da sieht man oft schon wie die Kinder agieren und wie sie sich benehmen welches Verhalten sie einen Tag legen.

00:59:05: Es beginnt schon sehr früh.

00:59:08: Vielen, vielen Dank.

00:59:09: Ja ich glaube das ist ein gutes Schlusswort.

00:59:12: Danke für Ihre Zeit!

00:59:13: Gerne, gerne...

00:59:17: Was wäre ein Gespräch?

00:59:19: Ich hätte noch stundenlang weiter hören können in dem Fall.

00:59:24: Ich finde es wahnsinnig spannend.

00:59:25: Sie hat uns noch am Schluss zwei Dinge mitgegeben.

00:59:29: Möchtest du das mal kurz vorlesen?

00:59:31: Es sind nur zwei Zahlen.

00:59:35: Folge kosten häuslicher Gewalt pro Jahr in Österreich.

00:59:38: Also neben all den Schrecklichkeiten, die das mit sich bringt, kosten uns die Männer mit ihrer Gewalt auch noch unendlich viel Geld.

00:59:46: In Deutschland

00:59:47: sind es sogar von sechzig

00:59:49: Milliarden

00:59:49: Karten.

00:59:50: Ja genau, ist größer.

00:59:51: Macht

00:59:51: Österreich nicht besser?

00:59:51: Wir sind einfach nur kleiner!

00:59:53: So ist es.

00:59:54: Aber wenn man's hochregnet und diese zehn Prozent regeln nimmt dann sind wir sogar schlechter auf die Bevölkerung

01:00:01: geregelt.

01:00:01: Das hat sie aber eh zu Beginn gesagt... Leider, leider Spitz und Reiter in vielen Schrecklichkeiten ist.

01:00:07: So

01:00:08: ist es!

01:00:08: Ich habe viel gelernt... ich hoffe dass Sie dieses Gespräch bis hierher verfolgt haben.

01:00:14: Ich hoffe das sie was mitnehmen konnten.

01:00:18: Ich fand für mich viele Punkte wo ich sagen kann aha ok das war für mich aufschlussreich und wo ich sein kann aha Das wären doch Ansätze weil davor war ich mehr oder weniger hilflos.

01:00:33: Ich habe ein bisschen ein Werkzeug in die Hand

01:00:36: gegeben bekommen.

01:00:38: So ist es, bleibt noch das Schlusswort und das kommt heute von Christoph.

01:00:43: Stein sind wir an Schneehaufen!