Schwarz & Rubey

Schwarz & Rubey

Ein Podcast

Transkript

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00:00:00: Ich hab wieder mal einen Tramontano für dich mitgebracht.

00:00:03: Oh, das ist super!

00:00:04: Da freu ich mich.

00:00:21: Es

00:00:29: ist wieder soweit, liebe Menschen.

00:00:31: Hier sind ihre Gastgeber Simon Schwarz.

00:00:34: Wir sind die Zeit, die wir da sind und auch genießen Und Manuel Rubai

00:00:38: Das macht mich so lebendig, weißt du?

00:00:40: Und dich auch.

00:00:46: Herzlich Willkommen Manuel Rubais.

00:00:49: Die Stimme, die sie gehört haben, ist die von Simon Black.

00:00:52: schön dass wir hier sind.

00:00:53: Schön das Sie uns treu geblieben sind, schön dass Sie uns immer noch zuhören.

00:00:57: und ein herzliches willkommen bei einer Fahrt ins Schwarze.

00:01:02: Ja, schön dass wir noch hier sind.

00:01:04: Schön das Sie, die das hören, auch hier sind!

00:01:05: Wir werden aber alle zusammen eines Tages nicht mehr hier sein.

00:01:09: Schön, dass wir jetzt noch zurück im Zimmer sind.

00:01:11: Richtig

00:01:11: und sehr... Das ist

00:01:12: ein passender Prolog.

00:01:14: Weil ich finde...

00:01:15: Eine gute Einstimmung?

00:01:16: Dass

00:01:16: der Tod vielleicht leichter zu verkraften sein wird wenn wir das Leben vorher gelebt haben.

00:01:22: Ja vermutlich Aber wir können auch nicht sterben, wenn man das Leben vorher nicht gelebt

00:01:27: haben.

00:01:27: Ja, aber du weißt schon wie ich es meine.

00:01:28: Ich weiß

00:01:29: natürlich!

00:01:30: Ob man das da sein fristet oder auch mal etwas daraus gemacht hat wird?

00:01:34: Wenn man zurückblicken kann und sagen kann okay nein das war doch eigentlich eine schöne Zeit und ja...

00:01:40: Ich glaube zum Beispiel das sage ich in allererster Linie für mich selbst und erst dann an alle anderen weil man muss ja immer bei sich selber anfangen.

00:01:47: Ich habe gelesen wir schauen zweihundertfünfzig Mal pro Tag auf unser Handy

00:01:53: Und

00:01:53: sich brauchen dann aber im Durchschnitt, das habe ich mir jetzt nicht gemerkt, wieder eine Minute um ins Thema zurückzufinden.

00:01:59: Boah!

00:02:00: Also und deswegen lebt man aber nicht länger.

00:02:03: Das zum Beispiel ist etwas was ich wirklich sofort radikal ändern möchte.

00:02:08: die beste Freundin meiner Tochter hat jetzt mir erzählt.

00:02:11: Aber bei der Führerschein-Einschulung, weil wir jetzt elf waren hab' ich sie wieder getroffen, die kenne ich ihr ganzes Leben lang und die hat mir gesagt sie möchte jetzt das Smartphone loswerden.

00:02:20: als zwanzigjährige, finde ich super.

00:02:22: Finde ich auch sehr cool!

00:02:23: Weil es ein bisschen darum geht wie wir diese kurze Lebensspanne dieses kurze diesen Augenblick zwischen schwarz und schwarz... Ich meine jetzt nicht Simon Schwarz und Simon Schwarz weil da bin ich zum Glück schon länger und dann möchte ich auch noch viele Augenblicke verweiden aber zu wissen was ich mein wir sind sehr lange tot Dann leben wir kurz und dann sind wir wieder sehr lange Tot Und empfehlen

00:02:43: sozusagen wer früher stirbt ist länger tot.

00:02:45: so ist es

00:02:47: Aber auch nur wenn man eine gewisse Zeitrechnung glaubt

00:02:49: Auch nur dann.

00:02:50: Der Mann die Ewigkeit

00:02:51: glaubt ist diese Behauptung sinnlos.

00:02:54: Das ist vollkommen richtig, ja?

00:02:55: Hast du da auch mitgespielt eigentlich?

00:02:57: Nein hab ich nicht mitgespült.

00:02:59: Bekannt dich den Hosenmüllern noch nicht.

00:03:01: Den!

00:03:02: Rosi,

00:03:03: wie er sich nennt.

00:03:04: Lieber voll genannt wird her!

00:03:06: Nein aber weil du gesagt hast die Zeit davor sollte man gut genießen.

00:03:10: und nicht nur das finde ich... Man sollte auch an die Zeit danach denken zumindest.

00:03:15: Die Zeit danach genießen wird schwierig.

00:03:17: Also manche glauben daran?

00:03:19: Viele glauben daran

00:03:20: glaube ich.

00:03:21: Ich bin ein bisschen neidig.

00:03:22: Ich auch.

00:03:23: Ich würde gerne daran glauben.

00:03:24: Aber das wäre wunderschön schon davor.

00:03:26: es geht dann weiter.

00:03:26: Meine von mir sehr geliebte Großmutter hat extrem dran geglaubt und deswegen ist die mit einer großen Leichtigkeit abgedreht.

00:03:32: Also verhältnismäßig große Leichtigheit abgetreten, weil sie gesagt hat ja, ich weiß jetzt bin im Schoße der Kirche und werde da abgeholt und werde versorgt sein quasi.

00:03:46: Und das hat mich für Sie wahnsinnig gefreut und für mich ein bisschen neidig gemacht.

00:03:51: Ja, das kann ich verstehen.

00:03:52: Das gelingt

00:03:52: es nicht!

00:03:57: nicht einmal glauben, sondern mit diesem Wissen zu gehen.

00:04:00: Ja weil das ist ja dann schon ein Wissen sozusagen.

00:04:02: Die Oma hat

00:04:02: einen Wissen gehabt

00:04:03: genau.

00:04:05: Zu gehen ist schon beachtlich aber bei mir ich denke mir ja wir wissen es nicht, aber ich vermute jetzt zumindest dass diese Hülle die ich da trage und damit meine ich das gewandt, sondern diesen Körper.

00:04:19: Deinen Luxusbody

00:04:22: sagt er mit einem leichten Ja, das Ziv.

00:04:28: Nicht ironisch?

00:04:29: Nein

00:04:29: überhaupt nicht, gar nicht.

00:04:32: und jetzt bekrabscht er mich auch noch.

00:04:36: Das macht mich so lebendig weißt du und ich auch.

00:04:39: Wir sind die Zeit die wir da sind ja auch genießen.

00:04:41: So ist es.

00:04:42: Nein, natürlich nicht.

00:04:47: Nur einfach nämlich – das haben wir schön parallel gesagt

00:04:50: –

00:04:50: in einer griechischen Pragödie haben wir das Parallel gesagt

00:04:53: im Chor.

00:04:53: Das war ein kleiner Mini-Chor.

00:04:56: Sehr kurzer Chor ja!

00:04:58: Apropos Chor über den sprechen wir jetzt nicht sondern wir sprechen über die Zeit danach oder die Zeit was mit unserem Körper passiert.

00:05:08: und das finde ich schon auch so ein bisschen Ein bisschen eine schöne Vorstellung, dass aus uns sozusagen die wir aus Kohlenstoff bestehen.

00:05:20: Wie der Kohlenstoff wird sozusagen das wird zurückgehen und dass wir irgendwie ein Teil dieser Natur wieder werden in irgendeiner Form.

00:05:31: Deswegen finde ich diesen Gedanken so wahnsinnig schön nicht in einem eingefriedeten Garten sozusagen zu liegen, wenn wir so einen Friedhof nehmen.

00:05:44: Das ist natürlich eine sehr subjektive Wahrnehmung sondern in der Natur liegen und uns verbinden mit der Natur die schon vorhanden ist sozusagen quasi wie ein Substrat das wir dazugeben und dann verschmelzen.

00:06:05: Wir verschmelzen den Fall nicht, sondern wir werden von Pilzen und Organismen und Bakterien zersetzt und gehen dann in die Erde über.

00:06:15: Das finde ich prinzipiell einen schönen Gedanken der jetzt nicht eins zu eins so umzusetzen ist aber annähernd umzusetzen ist, deswegen habe ich meine langjährige Freundin Barmina angerufen.

00:06:30: Ja, wir haben ja gemeinsam Schauspiel studiert und die macht Naturbestattungen in der

00:06:36: Waldesruhe.

00:06:38: Wie sagt man da im Natur?

00:06:40: In einem

00:06:40: Wald?

00:06:42: Ein Waldfriedhof oder wie nennt man das so was?

00:06:44: Ja,

00:06:46: Waldesroh!

00:06:47: Wenn die Barminer und du gemeinsam Schauspiel studieren dann weiß ich wahrscheinlich... Als Kindergartenkind schon auf der Schauspielschule?

00:06:55: Ja, die war als Kindergartenkinder in der Schausebotschule.

00:06:58: Weil ich ja ein sehr spät Entwickler bin und deswegen nicht in eine normale Schauspülsschule gehen konnte sondern eine Kindergartenschauspulsschulle gehen musste

00:07:09: Und hast dort mit lauter Kindergärtenkindern schauspiel studiert.

00:07:14: Jetzt muss ich mir noch aufklären.

00:07:15: Die Bestattung Wien hat uns gefragt, hat uns eingeladen zu einer Fahrt ins Schwarze und die Parmina ist die Waldesbestatterin dort, die das wahnsinnig schön erklärt hat ihre Arbeit mit großer Begeisterung uns von ihrer Arbeit berichtet hat und die auch glaubhaft gesagt hat dass sie ihren Job fast schon ihre Bestimmung dort gefunden hat Dann in einem Nebensatz erwähnt hat, sie wollte ja auch mal Schauspielerin werden und schauspiel studiert.

00:07:45: Und ist dann sozusagen während Corona glaube ich da.

00:07:49: bei der Bestattung gab es diese Stelle die hat sich beworben und ist da reingerutscht und lebt und liebt das jetzt?

00:07:55: Ja seit gesagt sie möchte etwas machen wo sie den Leuten tatsächlich was geben kann was für sie eine total gesellschaftlich sinnvolle Arbeit ist und das nehme ich hier wirklich zu hundert Prozent ab.

00:08:10: Und irgendwie finde ich, hat das Schauspieler sein und das Einlassen so wie ich Schauspil verstehe.

00:08:17: Also man sieht es, dass Schauspiele so als narzisstisch oder sich selbst präsentieren muss nicht zwingend gleich Narzissmus sein.

00:08:28: Ich möchte dir beheben entweder sprechen auch wenn es viele so interpretieren Ich würde beim Spielen kommen und vom Spielen, das Spielen immer verteidigen.

00:08:38: Die Menschheit braucht das Spiele.

00:08:40: Alle Entwicklung ist aus dem Spielen entstanden.

00:08:43: Und so sehe ich und halte den Beruf auch hoch!

00:08:46: Das kann was Nazisisches haben?

00:08:48: Muss es aber nicht!

00:08:49: Finde ich auch... Also du musst mir gar nicht widersprechen, sondern eigentlich ist es das was ich sagen will.

00:08:55: Ja manchmal muss ich ein bisschen übersetzen weil ich weiß zwar was du sagen willst aber man versteht's nicht.

00:09:00: Ja genau also was ich eben sagen wollte ist... Man versucht sich ja in Menschen hinein zu denken und die Emotionen von Menschen ernst zu nehmen und wahrzunehmen Und das muss sie ja als Trauerrednerin und in dieser ganzen Form, in der Begleitung.

00:09:20: Sie macht mehr als nur eine Trauer Rede.

00:09:22: Sie nimmt sie her, empfängt die Leute sozusagen und führt sie den letzten Weg mit der geliebten Person um dann Frieden zu finden und diese geliebte Person zu verabschieden und einen Fleck zu haben, wo ich diese geliebte Person wieder finde in irgendeiner Form.

00:09:49: Und da find' ich die Vorstellung in diesem Wald... Die haben zweihundertachzig Bäume zur Verfügung mit je sechs Plätzen sozusagen.

00:10:02: Und um den Stamm herum gibt es sozusagen

00:10:04: sechs Gräber

00:10:05: und dann kannst du das natürlich merken wo das ist, ja?

00:10:09: Dann kannst du da wieder hingehen und sie führt die ja mit diese letzte Reise, die dieser geliebte Mensch macht und ich finde dass hat schon auch was mit unserem Beruf massiv zu tun.

00:10:22: Die Empathiefähigkeit im besten

00:10:24: Fall.

00:10:24: Ja genau dieses einfühlsame und die richtigen Worte finden zu können

00:10:29: Genau und sie hat dann auch sehr lustig erzählt, dass er sich auch auf die Stimmung irgendwie einlässt oder versucht sich einzulassen.

00:10:36: Und das es natürlich sehr oft große Trauer gibt.

00:10:39: aber dann gibt's auch so Situationen wie im Sinne der Verstorbenen zum Beispiel die Kinder- oder die Schwestern sagen Sie möchte gerne noch einmal Queen ganz laut im Wald hören und alles wollen tanzen Und das ist dann dort auch möglich, weil sozusagen dass das nicht so festgesetzt ist wie jetzt ein klassisches christliches Begräbnis zum Beispiel.

00:11:02: Sondern dass man da wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten hat, das auch im Sinne der Verstorbenen oder des Verstorbenden zu gestalten.

00:11:10: Das finde ich ja irgendwie sehr schön.

00:11:13: Ja!

00:11:13: Ich finde es auch schön.

00:11:14: Also momentan ist das so, dass man sich verbrennen lassen muss und dann gibt's ja eine Urne

00:11:20: drei verschiedene Gips, gell?

00:11:22: Genau

00:11:23: Sie muss auf jeden Fall abbaubaubar sein.

00:11:25: Das ist das

00:11:26: Entscheidende dabei.

00:11:26: Gibt es die Blitzurne,

00:11:27: die Holzurne und noch eine?

00:11:32: Ja, so verschiedene.

00:11:33: Also sie sind immer Naturmaterialien, auf jeden fall.

00:11:36: Tymian war eine.

00:11:39: Eine was so gepresstes Tymians.

00:11:40: Und drinnen ist dann aber auch nochmal... also es ist schon spannend und interessant weil das alles so...

00:11:46: Spannend und interessant

00:11:48: sogar.

00:11:48: Sonst mich deppert von mir!

00:11:51: Das ist spannend oder interessant?

00:11:56: Es müssen natürlich alles Materialien sein, die abbaubar sind und keine Schadstoffe hinterlassen.

00:12:03: So einfach ist das!

00:12:04: Abbaubare ist alles im geologischen Zeiträumen aber es muss vernünftig keine Schadsstoffe hinterlassen.

00:12:12: Das

00:12:12: ist auch ein Biosphärer Wald.

00:12:16: Ich weiß noch nicht genau was das ist.

00:12:18: Na ganz genau kann ich dir die juristische Erklärung auch nicht, aber es

00:12:21: ist sehr

00:12:22: naturbelassener

00:12:23: Wald.

00:12:24: Es darf Dotholz ab... Sie will den

00:12:26: Wald nicht verklagen keine Sorge!

00:12:27: Also nein, es liegt Dothols herum.

00:12:31: Bäume können umstürzen sozusagen.

00:12:33: also wird schon aufgepasst.

00:12:34: gerade glaube ich in diesem Friedhofsbereich sind doch alle markiert.

00:12:37: das heißt Man muss keine Angst haben, dass da einer umstürzt.

00:12:42: Die werden schon beobachtet.

00:12:43: aber in diesem Arealprinzipiell ist die Natur sozusagen der Chef

00:12:49: Genau, da ist sie ja auch die Parmina sehr strikt.

00:12:52: Das finde ich auch super!

00:12:53: Man darf dann natürlich nicht dort an den Gräbern was hinterlassen und mit dem Wald nicht harmoniert.

00:12:57: Also wenn da irgendwer dann eine Plastikblume, das muss sich dann wegräumen.

00:13:01: Nicht nur Plastikk Blume.

00:13:02: Du kannst jetzt nicht irgendwelche Blumen, die fremdartig sind einfach hinbringen.

00:13:07: Der selber im Wald versuchen sozusagen, man könnte etwas basteln daraus und das dann da hinlegen.

00:13:15: Weil es soll nichts Fremdartiges in diesen Wald hineingeführt werden an organischem Material und nichtorganischen Material also nicht organisch sowieso nicht.

00:13:23: ja.

00:13:23: also Plastik Glasflaschen Kerzen was auch immer.

00:13:28: also diese Sachen sowieso Nicht.

00:13:30: aber eben Es soll aus dem Wald darf natürlich alles hinterlegt werden.

00:13:35: Also es ist diese Urne, das wird dann ausgehoben ein kleines rundes Loch weil so viel Platz braucht eine Urne ja nicht und da wird dann fahren Blätter hinein gelegt und drumherum ein bisschen wie in so einer Advent-Granze sieht das aus?

00:13:51: Ja!

00:13:52: Es ist sehr schön gemacht hat sie uns auch vorexerziert und sie hat den schönen Satz dazu gesagt, es ist ein bisschen so wie ein letztes Mal das Bett machen.

00:14:01: hat man irgendwie gefallen.

00:14:02: Ja, es ist ja auch so!

00:14:03: Es hat sowas Zartes.

00:14:06: Es werden dann Blütenblätter... Da sehe ich auch wieder Blüteblätter die total verrottet können also das.

00:14:15: Das hat schon alles Hand und Fuß ineinander vor.

00:14:18: Und sieht aber hübsch aus, sehr klein.

00:14:20: Aber es hat was Schönes.

00:14:22: Was ich auch so toll fand ist weil sie gesagt hat, weil du das vorher gesagt hast Man geht auf alle Wünsche, man kann auf diese Wünsche so speziell eingehen.

00:14:30: Sie sagt du kannst auch selber das Grab wieder zumachen wenn du möchtest was ja auch eine schöne Vorstellung ist eigentlich dass du das machst.

00:14:38: Das ist der letzte Dienst den du deinem geliebten Menschen.

00:14:43: ich sorg dafür Dass du da gut liegst sozusagen Ich mach dir das letzte Bett Ich mache das für dich Dann stelle ich dich da rein mach ich das drunterum schön, mache das zu und das ist der Platz wo ich wieder hinkommen kann.

00:15:01: Und wenn ich das möchte mit dir reden in irgendeiner Form weil das macht man ja auch immer wieder dass man oft so geliebten Menschen deswegen finde ich ja Gräberprinzipiell schon wichtig weil es ein Ort der Verabschiedung ist und ein Ort wo man an diesen Menschen denken kann.

00:15:18: Deswegen sind auch Mahnmalen oder Gedenkstätten so wahnsinnig entscheidend, weil es bewusst ein Ort ist wo ich hingehen kann mich sammeln kann und an den Menschen oder an viele Menschen denken kann.

00:15:31: Absolut!

00:15:31: Ich finde den Vergleich mit Gedenksstättern eigentlich schön Weil wenn die Erinnerung verblasst dann ist das wirklich vorbei

00:15:38: Ja?

00:15:38: Genau Also dass

00:15:39: es im Kleinen mit jedem einzelnen Menschen auch solange man einen Platz hat der an dich erinnert und dem man aufsuchen kann Bist du irgendwie noch da?

00:15:50: Ja, das stimmt.

00:15:51: Ich bin als Jugendlicher oft auf den Friedhof der Namen losengegangen weil ich das so faszinierend fand und man einfach nicht wusste wer das ist.

00:16:01: aber irgendwie fand ich das spannend dass man da trotzdem man sie denken kann auch wenn man sie nie kannte Und auch gar nicht weiß was sie für eine Geschichte hat.

00:16:11: Also insofern... ich finde es auch Es gibt auch in diesem Wald Das finde ich auch schön Steine die auch tatsächlich dahin gehören, so zu sagen große Findlinge und da werden Gedenktafeln dran gemacht.

00:16:24: Und diese Gedenkdrafen sind aus Holz und die verwittern und irgendwann fallen sie runter, weil sie einfach weg sind.

00:16:33: Aber du weißt an diesem Stein ist auch nochmal so ein Platz wo alles versammelt, wo du nachlesen kannst sozusagen wer liegt denn in diesem Wald?

00:16:44: Haben wir uns ziemlich verloren in diesen ganzen Eigentlich nur Zahlen, aber es ist ja dann schon irgendwie schön und schrecklich zugleich auch wie das Leben halt so ist.

00:16:54: Dass man dann bei der steht immer geboren gestorben.

00:16:58: also wenn man dann Namen hat die natürlich einem nicht sagen Aber trotzdem irgendwie was erzählen und dann steht dabei weil sie sich neunzehntsechsunddreißig bis zweitausendsechzehn da denkt man sich Ja gut Das ist ein würdevolles Alter aber dann steht zwei tausend vier bis zweitausend sechsundzwanzig.

00:17:16: Dann

00:17:17: denkt man, okay.

00:17:18: Das soll eigentlich

00:17:20: nicht sein.

00:17:20: Genau, da gibt es das auch und das war sehr gemischt, sehr junge und also querbeet.

00:17:26: Das fand ich auch interessant.

00:17:28: Es ist offensichtlich diesen Wunsch in die Natur zurückzugehen bei vielen Menschen gibt.

00:17:37: Und das finde ich hoffnungsvoll muss ich sagen.

00:17:42: Ich find auch dieses Stein wiederum wichtig weil im Wahl selbst wenn du durchgehst Spürst du nicht, dass da irgendwelche Uhren entliegen.

00:17:49: Das spürst Du nicht!

00:17:50: Es ist ein normaler Wald.

00:17:53: Ein Wald, du kannst immer durchgehen.

00:17:55: Es ist kein Eröffnungszeiten, sondern es ist ein Wald wo du durchgehst und kannst dort auch spielen in diesem Wald.

00:18:03: Du kannst mit deinen Kindern Pilze suchen gehen.

00:18:08: Du kannst Schlammelsuchen zum Basteln Eicheln suchen was auch immer Buchecken oder was auch Blätter, Herbsblätter im Sommer ein Bicknick machen.

00:18:19: Vielleicht dich ausruhen in den Schatten weil es kühl ist oder so und du merkst eigentlich nicht dass du auf dem Friedhof bist.

00:18:26: aber es gibt trotzdem diese Steine und wenn du zu diesen Steinen gehst dann lernen wir auch wieder ein bisschen.

00:18:32: eine Demut vor dem Leben finde ich.

00:18:35: Sehr schön!

00:18:36: Und

00:18:36: das hat aber nicht die Schwere wie direkt am Friedhof finde ich, das ist schon nochmal ne Unterschiede.

00:18:41: Und für alle Sparmeister Und Sparmeisterinnen, es hat auch keine Folgekosten.

00:18:46: Keine Grabespflege und keine weiteren Verpflichtungen.

00:18:51: Das heißt – auch das vielleicht für viele ein Argument!

00:19:01: Der von mir hochgeschätzte Jochen Düsselmeyer Sänger von Blumfeld den haben wir mal getroffen in Berlin Ich habe mich aber nicht getraut, ihn anzusprechen.

00:19:12: Als wir in Berlin gespielt haben, habe ich gesagt, da sitzt Jochen Düsselmeyer.

00:19:15: Ja

00:19:15: stimmt!

00:19:15: Ich kann mich erinnern, weil Mama irgendwie ist oder so... Mama

00:19:19: irgendwie auf der Kanzstraße.

00:19:22: Also das hieß nicht Mama irgendwie, aber ich will meines sein.

00:19:25: Mama davor?

00:19:27: Ich singste nicht vor und sprechst dir vor.

00:19:29: Er hat ein Lied gemacht, wo es nur mit Os war, wo er mit O variiert Tok, tok, tok.

00:19:35: mein Mikrofon wird zur Lokomotive.

00:19:38: Bringt mich zurück nach Babylon.

00:19:41: wo bleibt das Positive?

00:19:43: Der Big Boss droht dem Kapitol die Pole machen Terror der Demoskop sucht Trost im Alkohol und Hollywood schreit Error Toc toc toc, die Bombe kommt und sorgt für Diskussionen.

00:19:57: Die Trottel wissen nicht wohin mit ihren Aggressionen!

00:20:01: Die Action-Square im Korridor stellt ihre Diagnose der Doktor Hocked vom Monitor wie unter Selbsthypnose Und mein Licht schillert gleißend und hell Für alle und keinen und manche zu virtuell.

00:20:15: Die Leute leben wie Schatten Mit ihrer Sehnsucht nach Sinn.

00:20:19: Der Tod ist ein Trick.

00:20:21: Ich bin was ich Bin und spuckt dem Tod ins Gesicht.

00:20:25: Ja!

00:20:29: Ich liebe es, ich werde das schliess an mein Lebensende weiterprobieren.

00:20:35: Ich muss ja die Dampfwalze auch schon...

00:20:37: Ja, dass die Kategorie heißt so, aber da ist natürlich die Möglichkeit zu einer neuen Metapher zu werden.

00:20:43: Nein, nein alles gut, ich hab mich auch amissiert immer wieder gefühlt davon.

00:20:50: Das ist schon mal ein Schritt Find ich?

00:20:52: Das ist schon mal nicht schlecht.

00:20:54: Dass mich so ein bisschen emotionalisiert, ist vielleicht fast ein zu großes Wort.

00:20:58: Ist

00:20:59: vielleicht ein zu grosses

00:21:00: Wort.

00:21:00: Ja, es ist vielleicht ein Zu-großes Wort

00:21:01: dafür...

00:21:02: Aber ja!

00:21:04: Schön!

00:21:05: Ja gut, ich dachte der Tod ist ein Trick.

00:21:08: das darauf wollte ich eigentlich ein bisschen hinaus um dir das.

00:21:11: Das ist natürlich ein gewagter Satz aber ich finde er passt ein bisschen oder man kann ihn so verstehen.

00:21:16: ein bisschen zur Einleitung weil der Tod natürlich Wenn man sagt, es geht nur ums Leben.

00:21:23: Und das Leben ist ein Geschenk mit allen Schwierigkeiten... ...ist ja das einzige was wir in der Hand haben dieses Leben zu gestalten.

00:21:30: und der Tod ist ein Trick im Sinne von dass er so Schatten wirft und uns beschäftigt aber wir können ihn weder beeinflussen noch verhindern.

00:21:40: Wissen wir in irgendeiner Weise, ob wir danach noch einen Gestaltungsspielraum haben.

00:21:45: Und so verstehe ich diesen Satz ein bisschen und dann finde ich ihn wieder total richtig weil da kann man sagen okay Ich lacht dem Tod ins Gesicht.

00:21:51: also wenn ich dahin komme zu sagen Ja, sovielerweise bin ich inkarniert ist doch herrlich machen wir jetzt das Beste draus und lass mich du mal in Frieden So finde ich irgendwie ganz schön gelingt mir persönlich natürlich nicht sehr gut aber Man kann sich ja immer orientieren an Sachen wie man gut findet.

00:22:06: auf jeden Fall ich finde es ja auch mit schönen Gedanken.

00:22:09: Das ist ja gar nicht so.

00:22:10: Es wirkt vielleicht immer so, dass... Ich weiß nicht genau was ich eigentlich sagen müsste wenn ich sowas höre.

00:22:16: Es

00:22:16: gibt keine richtig und falsche.

00:22:18: Ist das Schöne

00:22:18: an Lyrik oder an Pop?

00:22:21: Oder an... Vielleicht sogar an Kunst!

00:22:23: Dass man überhaupt nichts sagen muss und vor allem dass es nix Richtiges zu sagen gibt.

00:22:28: Na ja, richtig wahrscheinlich schon.

00:22:30: Gibt es das

00:22:31: Falsche zu sagen ist die Frage?

00:22:32: Na

00:22:33: auch nicht!

00:22:34: Du kannst in der Naturwissenschaft was Falsches sagen.

00:22:36: Du kannst ein falsches Ergebnis bei einer mathematischen Rechnung.

00:22:40: Wenn man sagt, leider das ist falsch...

00:22:41: Bei einem Bekremen kann ich auch etwas Falsches sagen.

00:22:43: Bei dem Bekregen

00:22:43: ist nur etwas Unpassendes zu sagen.

00:22:45: Ob's das sind Falschen oder was anderes.

00:22:47: Naja, ich kann sagen ... Die Verstorbenen und im Wirklichkeit ist das der Verstorbene zum Beispiel.

00:22:54: Oder

00:22:55: Ricky Chavez, der gesagt hat sie versuchen den Humor Immer und überwunder zu bringen.

00:22:59: Tolle Geschichte!

00:23:01: Er zeigt, die kamen aus so armen Verhältnissen... ...dass er mit seinen Geschwistern die einzige Überlebens Chance war der Humor.

00:23:08: Und auch wenn sie schwächer waren zum Beispiel.

00:23:10: Es ging soweit dass die Geschwisters am Begräbnis des größten Bruders dem Pfarrer einen falschen Namen für ein enges Familienmitglied gesagt haben.

00:23:20: Ja.

00:23:20: So ist es.

00:23:21: oder beim Begrägnis des Vaters vom ältesten

00:23:23: Bruder

00:23:24: einen falschen Namen gesagt hat.

00:23:26: Und der Pfarrer dann sozusagen, und hier stehen die fünf Trauerten und den Namen oder von diesen vier Namen richtig und der fünfte ist falsch.

00:23:35: Und sie freuen sich, obwohl es gerade urtraurig

00:23:38: ist

00:23:40: dass er das quessen hat und statt Tom Tino gesagt hat Ja

00:23:45: ja so was ist lustig.

00:23:47: ich war mal auf Kinotour mit einem Film, der hieß Siebtelbauer.

00:23:52: Da waren wir auf relativ viel.

00:23:53: Festival ist und Regisseur heißt immer noch... Also wohl der

00:24:00: Film als auch der Regisseure heißen immer noch gleich?

00:24:02: Ja genau, ich

00:24:03: bin völlig falsch!

00:24:04: Stefan Rusowitzk Das wird er immer präsentiert bei so einem Festival.

00:24:09: da gibt es einen die Filme präsendieren, der holt dann alle auf die Bühne, die mit diesem Film zu tun haben für ein Gespräch mit dem Publikum Und der eine Kollege hat immer dem, der das präsentiert hat den Namen falsch schnell noch ins Ohr gesagt.

00:24:25: Bei Russo Witzki wissen viele nicht wie man es ausspricht und dann hatte er immer noch schnell Ruzzo Witzky oder Russel Witzsky oder irgendwas anderes gesagt kurz bevor die geht immer noch gesagt bitte vergessen Sie ihn nicht richtig aus vergessen sie nicht den Namen richtig auszusprechen.

00:24:40: ruzzel witzke ganz oft Sie sind ja auf die Bühne gegangen und begrüßen sie mit mir, den Regisseur dieses Film als Stefan Rutzelweske.

00:24:51: Fällt mir die Geschichte ein!

00:24:54: Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stäuber hat beim Münchner Filmfest einen amerikanischen, berühmten amerikanischem Regisseure mit den Worten herzlich willkommen Martin Sorkese.

00:25:06: Ja!

00:25:12: Sensorbischer Käse

00:25:14: Genau,

00:25:16: sehr lustig.

00:25:18: Es war lustig zu gehen.

00:25:19: Apropos lustig nach einem Begräbnis trifft man sich ja meistens noch in einem Lokal.

00:25:25: Das gibt es in der Waldesruhe auch?

00:25:27: Ich finde das immer schon der sogenannte Leichen-Schmaus.

00:25:30: Ich finde dass das Wort könnte vielleicht einmal irgendwie überdacht werden und vielleicht ein Biesel was einen schöneren Klang oder eine schönere Bedeutung bekommen aber ist eine andere Geschichte.

00:25:40: jedenfalls waren wir dann in diesem Gasthaus Und da werden auch sehr oft die Essen nach den Begräbnissen, wie auch immer.

00:25:46: Also der sogenannte Leichenschmaß wieder dort ist ja

00:25:49: neiligend.

00:25:50: Das ist

00:25:52: aber wirklich örtlich neiliger und das ist am Waldesrand.

00:25:56: Da gibt's aber auch Taufen und Hochzeiten.

00:25:58: Genau, das

00:25:58: finde ich faszinierend.

00:26:00: Aber

00:26:00: es gehört halt alles zusammen!

00:26:02: Ja genau,

00:26:02: das find' ich aber auch schön.

00:26:03: Das finde ich immer auf die Stimme sogar

00:26:05: höher wenn du das sagst.

00:26:06: Ich find's sogar

00:26:07: auch schön!

00:26:08: Ja?

00:26:09: Ich

00:26:10: freu mich wirklich wahnsinnig weil das erinnert mich so ein bisschen... Am Land erlebt man diese Tradition noch wahnsinnigt dass dann nach alle ins Wirtshaus gehen Und meistens oder wie ich ein Kind war ist mal immer halt in das erste Haus am Platz sozusagen gegangen

00:26:25: Das erste Haar samt Blut.

00:26:28: Fuhren

00:26:28: wurde auf Fünfer in Ringelbützdraht.

00:26:30: Da hat aber alles stattgefunden, da wurden die Daufen gefeiert, nach der Hochzeit wurde dort hingegangen zum Essen.

00:26:36: Da sind Geburtstage, da hat alles statt gefunden in diesem

00:26:38: Lokal.

00:26:41: Das ist halt der Platz wo das Dorf zusammenkommt und das ist auch ein Ausflugslokal, wo man hingehen kann.

00:26:47: Es gibt einen Spielplatz, es gibt Wandermöglichkeiten, du kannst ewig wandern im Wiener Wald.

00:26:51: Der Wienervald ist ja wirklich sehr zu empfehlen, eine kurze Empfehlung an alle den nicht in Wien wohnen, weil die Wissen ist hoffentlich, kommen sie nach Wien und gehen sie doch im Wienerwald auch ein bisschen wandern.

00:27:02: Tristig

00:27:03: oder?

00:27:03: Ja wirklich groß der Winterwald!

00:27:05: Sehr sehr groß.

00:27:06: Seit ich einen Hund hab weiß ich das.

00:27:08: Ja und auch toll wie

00:27:09: schön es groß

00:27:10: ist.

00:27:12: Und das ist eine Ausflugslokale eigentlich und das Leben findet dazu ganz normal statt.

00:27:17: Das heißt du hast deinen lieben Menschen verabschiedet und kommst zurück und bist wieder im Leben.

00:27:24: Ich finde das irgendwie, irgendwie hat das was mein Vater das mal zu mir gesagt.

00:27:29: Ja ich glaube genau mein Vater war es, ich weiß es jetzt nicht genau, aber ich glaube es war mein Vater und nicht meine Mutter wie die Mutter meiner Mutter gestorben ist.

00:27:37: Also deine Oma?

00:27:37: Ja genau wie meine Oma gestorgen ist.

00:27:40: Zusammenzeit also ein paar Monate später ist mein älterster auf der Welt gekommen.

00:27:46: Das hört man ja oft dass das sehr zeitnah passiert.

00:27:49: Genau!

00:27:52: Also das hat was irgendwie, gell?

00:27:54: Weil jemand verabschiedet sich und ein neues Familienmitglied tritt in die Familie ein sozusagen.

00:28:02: Kommt auf die Welt!

00:28:06: Und das hat so... Irgendwie ist es auch etwas Tröstendes und ich könnte mir vorstellen dass es auch Tröstend ist wenn du dich verabscheidest und essen gehst und dann merkst der gut.

00:28:17: aber das Leben findet hier weiter statt.

00:28:20: Kinder, die da spielen am Spielplatz.

00:28:22: Das sind Menschen, die einen Ausflug machen gemeinsam und eine hoffentlich gute Zeit haben.

00:28:28: Und die Zeit wie du das gesagt hast, die wir haben auf dieser Erde sollten wir halt auch sinnvoll und gut nutzen nicht nur für uns sondern auch natürlich für die Gesellschaft.

00:28:40: immer mitgedacht ja.

00:28:42: Und apropos Trost es gab in diesem Gasthaus die größten Nachspeisen der Welt

00:28:48: Bis da drüber stimmt.

00:28:50: Die Birgit von der Bestattung hat sich einen Maroni, wie heißt

00:28:55: das?

00:28:57: Kastanenreis.

00:28:58: Und davon wurden sieben Leute satt.

00:29:00: Ist eigentlich fast ein kulinarisch... ist fast eine Rubrik-Kulinarik.

00:29:04: Dann haben wir eine Rubrikreihe noch.

00:29:10: Ja und ich habe, ich nenne den Namen jetzt nicht aber es ist ein Familienbetrieb im zehnten Bezirk die das für mich beste Industrie nach Speisenprodukt der Welt herstellen.

00:29:21: Also es gibt natürlich immer noch, wenn jemand etwas selber beckt oder so ist das nochmal was anderes?

00:29:26: Aber von dem was sozusagen Massenware ist... Der

00:29:29: Eismarillengnödel!

00:29:30: Davon kann ich nicht genug

00:29:32: kriegen.

00:29:32: Wobei der Esmarillenglödel?

00:29:33: von der Massenware natürlich da gibt's natürlich nach oben hin keine Grenzen.

00:29:38: Denke mal der Esmaryllengnöl wird auch nicht so gigantisch in der wobei den gibt's inzwischen glaube ich in ganz Österreich oder?

00:29:45: Es gibt

00:29:46: ihn in ganz österreich und Trotzdem, ich weiß es nicht.

00:29:49: Dass es irgendwie von Maschinen gemacht ist und nicht da einzelne Menschen stehen, weil sie dann noch die Streusel drauf geben oder so.

00:29:56: Vielleicht aber schon!

00:29:56: Das ist jedenfalls für mich ein Problem, warum ich immer wieder versuche ganz damit aufzuhören, weil ich dann maßlos werde.

00:30:07: Ich könnte vom Eismarillengnödel nicht zwei sondern zwanzig fressen Und deswegen versuche

00:30:14: ich gar keine.

00:30:14: Das würde ich wahnsinnig gern mal ausprobieren, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es wirklich zwanziger

00:30:20: ist.

00:30:21: Mein persönlicher Held Gerard Wotter war der das noch toppt.

00:30:25: Die Geschichte habe ich vielleicht schon einmal erzählt.

00:30:27: Ich erzähle sie gerne nochmal.

00:30:28: Meine Töchter bis heute sind sehr wachsen.

00:30:30: damals waren sich kleine Kinder.

00:30:32: Er war uns besuchen und ich hab Parajinken gekocht.

00:30:34: Ich bin zu Hause der Parajinten King.

00:30:37: Also einfach nur daran liegt, dass ich der einzige bin, der Pralachinken herstellt.

00:30:40: Deswegen bin ich konkurrenzlos und kleine Kinder kann man mit Pralschinken immer bestechen.

00:30:45: Und für die Töchter habe ich gerade Pralschenken gekocht und Gerhard war da und hab gesagt, ich möchte auch eine Pralschinke.

00:30:50: Dann hab ich gesagt, nein, danke, ich hab schon gegessen und so.

00:30:53: Und dann haben die Kinder halt Pralschingen gegessen, dann hab ich gedacht, kann ich doch eine haben?

00:30:57: Und dann hat er vierzehn Stück geführt.

00:30:59: Wirklich!

00:31:00: Vierzehn Pralschncken... Und das haben die Kindern bis heute nicht vergessen und sie finden er sein Held.

00:31:08: Und diese Tendenz habe ich auch in mir.

00:31:12: Wenn

00:31:12: ich zum Beispiel eine Zigarette rauch, rauche ich sofort zwanzig und wenn ich einen eismarillen Knödel esse möchte ich gerne zwanzige essen.

00:31:20: Weil ich so am

00:31:20: Leben hänge weißt du?

00:31:21: Ja, vollkommen richtig!

00:31:22: Und wenn

00:31:22: ich einmal sterbe, fände ich es z.B.

00:31:24: schön, wenn Du

00:31:26: mich so

00:31:26: nachschierst ins Erdlauch, wenn du mich so schaute, freist das Zahn du gieriges...

00:31:31: ...zwanzig-eismarilenknödel.

00:31:34: Muss ich nachlesen, ob da irgendwas drin ist, was nicht verrottet?

00:31:38: Wahrscheinlich nicht.

00:31:39: Was ist die erste Frage?

00:31:40: Vermutlich

00:31:40: nicht.

00:31:41: Ich

00:31:41: kriege jetzt schon einen Gustav über dem liebsten sofort welche bestellt.

00:31:45: Also

00:31:46: wenn Sie möchten das Manuel Rubai... Manuel Rubai wettet, dass er zwanzig Eismarillenknödel

00:31:55: essen kann.

00:31:56: Vielleicht zu Karlitz und Karlitz?

00:31:57: Gehen wir zu Karliz und Karliz!

00:31:59: Ich liebe Karliz & Karlitz!

00:32:01: Und wenn die jetzt Wetten das übernehmen, könnten wir mit der Eismarrillen Knödelwette kommen.

00:32:05: Ja, Manuel

00:32:05: Rubei.

00:32:06: Ja lieber Manuel du glaubst, dass du zwanzige Eismarmillen knöle essen kannst.

00:32:11: Ja

00:32:12: ich glaube schaffe ich locker.

00:32:14: Also wenn Sie das möchten schreiben sie uns wie machen diese Challenge?

00:32:18: Horst, Edd, Schwarz und Rüberpunkt.

00:32:20: Komm!

00:32:22: Kurz zum Kastanienreis noch.

00:32:23: Kastanie-Reis hatte ich total vergessen dass es das gibt... ...und die Portion war riesengroß.

00:32:29: Und wir haben uns gewundert.

00:32:30: wie so ist da so viel Schlagobers oder wie sie in Deutschland sagen Saane.

00:32:35: Ja jetzt waren nämlich dann Saanehäubchen sondern das war ein Saanebett.

00:32:40: Ja der weniger.

00:32:44: Aber vielleicht haben Sie das begriffen weil man sagt ja nicht umsonst.

00:32:46: das ist sowas wie Ein Soul Food, wenn man sich einfach einen Zucker schockt.

00:32:52: Das ist

00:32:53: halt reinkörperlich macht das eine Reaktion bekannter

00:32:56: was?

00:32:56: Genau und ich kann mich erinnern wie... Ich durfte ja auch kosten also wir durften alle kosten so sehr lieb Und der Kastanien war es an und für sich.

00:33:05: Also das ist ja Maronen also nichts anderes Also Edelkastanen und Der hat sowas Der hat das extrem intensives im Geschmack, der ist wirklich wahnsinnig intensiv.

00:33:18: Und wenn man das aber mit dem Schlager was vermischt dann wird das so schaumig, cremig weicher und es verliert diesen extremen Geschmacks.

00:33:28: Das heißt irgendwie ist das eine Symbiose die er auch braucht.

00:33:31: also es braucht eigentlich genau so viel mindestens einer eins zu eins Übersetzung.

00:33:36: Soviel Kastanienreis.

00:33:40: Also wie bei Französischen Kartoffelbüree, da hat man ja genauso viel Kartoffeln als Butter.

00:33:47: Genau!

00:33:48: Das Geheimnis der französischen Küche hat mir die Babette und man erklärt ist halt Butter-Butter-Butta.

00:33:53: Kann nur die Babett erklären, wer immer die Babettes ist aber selbstverständlich.

00:33:57: Die Babette

00:33:57: ist eine sehr gute Bekante würde ich sagen diesen sehr schönen Kochbuchladen auch wieder Einzelhandel.

00:34:04: Den kenn' ich.

00:34:05: Genau, kennst du?

00:34:07: Und sie heißt Pabette.

00:34:08: Naja,

00:34:08: das Logistisch-Geschäft heißt so.

00:34:10: Ja

00:34:10: ich weiß nicht.

00:34:10: Ich kenne sie mit Ladepapett.

00:34:11: Mit

00:34:11: ihrem richtigen Namen hier genannt werden möchte, deswegen lasse

00:34:14: ich Sie

00:34:14: bei Ihrem Künstlernamen

00:34:16: und die

00:34:16: macht Kochkurse und

00:34:17: auch mit dem

00:34:18: Kurscharten nochmal einen Französisch-Kochkurs gemacht.

00:34:21: bei ihr... Das Problem war nur, dass es Weinbegleitung gab.

00:34:24: Und das ist auch in Klassiker... Abgang

00:34:26: Nummer drei wusstest du nicht?

00:34:27: Ich kann mich ja

00:34:27: nichts erinnern!

00:34:28: Ich habe nichts gelernt, ich hab wahnsinnig gut gegessen und bin blunzenfett aus dem Lokal gefallt.

00:34:32: Ja, ich glaube das sind so auch das Konzept.

00:34:34: Nein glaub' ich gar nicht.

00:34:35: Auch

00:34:35: nicht?!

00:34:35: Nein weil sie gibt das gerne weiter.

00:34:37: Sie weiß ja selbst, dass sich trotzdem viel besser kocht als du.

00:34:40: Auch wenn du was gelernt hast.

00:34:41: Richtig,

00:34:42: aber

00:34:42: wir haben einfach zu gelangt.

00:34:44: Und das ist schön, weil ich habe irgendwann noch mal die Mitschrift gefunden und vom ersten Gang mir noch ganz effekt alles notiert.

00:34:50: Vom zweiten ist noch sein zweibreier Stichwort, dann ist nichts mehr.

00:34:55: Das seufert raus!

00:34:56: Dann sind

00:34:58: wir nicht mehr rot.

00:34:59: weit flecken auf den Karten.

00:35:02: Fett und Rotwein-Flecken.

00:35:05: Das ist

00:35:11: eigentlich ein schönes Bild, könnte man machen so... Kochkurs nennt man es und hintereinander werden diese Karten gezeigt.

00:35:22: Und man merkt,

00:35:23: das ist aber auch eine schöne Metapher um den Boden wieder zu schließen für das Leben.

00:35:28: Stimmt!

00:35:28: Wissen wir uns zu Ende geht?

00:35:29: Wir schreiben eifrig mit, verzetteln uns in Details... ...und plötzlich abgang drei enden die Mitschriften.

00:35:35: Endende Mitschristen und nur noch ein Abdruck der Espresso-Tasse.

00:35:40: Ist zu sehen.

00:35:41: Die Espressotasse ist schnell vertreten für die Urne.

00:35:44: Du bist es oder?

00:35:45: Ja Ohne Hänkel.

00:35:47: Eine Hänkelerne, könnte man auch machen.

00:35:49: Ein Kaffeehänk... Voll!

00:35:50: Hänkleurne?

00:35:52: Simon Schwarz, der Erfinder der hängt die Urne.

00:35:54: Und wir sind bereits in der...

00:35:58: Crunchtime!

00:35:59: Jetzt wird's aber zügig da natürlich.

00:36:02: Ja, angenommenes Gebe in deinem Leben eine Crunchtime.

00:36:05: Stell dir vor jemand sagt dir...

00:36:06: Das möchte ich nicht.

00:36:07: Egal ob du das möchtest, dich fragt dich jetzt.

00:36:09: Wie würdest du damit umgehen wenn dir jemand sagt Herr Schwarz Sie haben bei vollen Bewusstsein noch zweieinhalb Monate.

00:36:17: Mal furchtbar!

00:36:18: Was würdest du dann noch machen?

00:36:19: Und was würdest Du vielleicht auch nicht machen?

00:36:20: Spontan, das fällt dir ein.

00:36:22: Ich habe ein Interview gegeben für die Zeitschrift... ich glaube Brand ist es, ist es brand Der letzte Tag, kann das sein?

00:36:30: Haben die das Format der letzten tag?

00:36:32: Ich weiß es jetzt nicht, es tut mir gerade leid dass ich sie jetzt nicht hundertprozentig weiß.

00:36:35: Wie auch immer und da wird gefragt wie verbringen Sie einen letzten Tag?

00:36:40: und es gibt ein Foto dazu.

00:36:42: Da musste ich meinen letzten Tag beschreiben.

00:36:46: Und das fand ich schon mal ziemlich hart, aber die Prämisse ist es ist der letzte Tag und du weißt wie es ist!

00:36:53: Da habe ich tatsächlich eine sehr ähnliche, eine ähnlichen Variante wie Waldesruh gewählt.

00:37:00: Ich habe einen ausgiebigen Spaziergang gemacht mit meiner Familie.

00:37:05: Ich hab einen schönen Tag mit meinen Lieben verbracht fast ein bisschen inspiriert von indigenen Völkern an einen Platz gelegt, den ich selbst mehr oder weniger gepflegt habe in der Natur.

00:37:27: Ich weiß nicht genau wie es war in meiner Vorstellung aber irgendwie... Vielleicht in einem essbaren Wald oder irgendwas, den ich mein Leben lang gepflegt habe und selbst aufgebaut habe.

00:37:38: Mich dahingelegt und in diesem Flecken Natur zur Ruhe gelegt um dann da zu sterben.

00:37:45: Bei mir ist es ähnlich.

00:37:46: Ich würde's auch im Garten machen aber ich würde eine sehr große Tafel sehen Und wir würden nur essen und trinken und rauchen die ganze Zeit.

00:37:55: Und dazwischen kann man halt natürlich schlafen gehen oder so, aber

00:37:58: ich würde das so machen.

00:38:00: Alle

00:38:00: meine Freunde, die noch da sind und Familie sowieso und alle Menschen, die ich liebe herbieten und sagen wir machen jetzt die größte Party der Welt nicht im Sinne von Ex-Dase die ganze zeit, aber Ich würd sofort wieder zur Rauchen beginnen!

00:38:13: Ich würde mir Eismarillenknödel tonnenweise liefern lassen... ...vierzig

00:38:17: Eismarin Knödel.

00:38:18: Wird vierzig?

00:38:18: Am letzten Tag.

00:38:19: Eismaran Knollen

00:38:21: würde mit meinem Freund Gerald um die Wette bei der Schinken fressen.

00:38:26: Ich würde ja allerdings meiner Familie nichts sagen, dass ich jetzt sterbe.

00:38:30: Ich bin gemeint, dass sich das da noch gesagt hatte.

00:38:33: Dass es keine Verabschiedung ist sozusagen sondern... ...dass es nur ein schöner Tag ist, der in Erinnerung bleiben soll für alle.

00:38:42: und dann sage ich, ich ruhe mich ein bisschen aus, ich leg mich da hinten ein bisschen hin und dann bin ich halt weg.

00:38:47: Und dann würdest du sagen, jetzt sterben wir mal und dann schauen wir weiter?

00:38:50: So ist's!

00:38:52: Also das wäre von meinem Gefühl irgendwie... Ich weiß leider nicht mehr, wo ich dieses Interview gegeben habe.

00:39:00: Das weiß ich leider nicht aber.

00:39:02: Ja!

00:39:02: Das ist ja das Schöne, dass man auch... Manchmal

00:39:04: vergisst man Dinge im Leben.

00:39:06: Manche Dinge vergessen und manche Dinge auch nie erfahren wird, nicht wissen wird.

00:39:09: Wir sind fehlerhaft, wir sind Mangelwaren Und trotzdem lohnt es sich weiterzumachen Zuversichtlich zu bleiben nach vorne zu schauen Von hinten das Leben aufzurollen.

00:39:22: Also da gibt es ja auch noch zum Abschluss diesen schönen Gedanken, wenn du von deinem Tod anfängst gedanklich und dann zurückrechnest bis zu dem Punkt wo du halt jetzt bist.

00:39:32: Dann lässt sich's oft leichter Entscheidungen treffen.

00:39:38: Wirklich erschreckende Bild.

00:39:40: Wir haben im Durchschnitt, wenn wir achtzig Jahre alt werden, viertausend Wochen Lebenszeit.

00:39:45: Und dann kann man sich ausrechnen jeder für sich und jede für sich wie viele Wochen mal schon hot.

00:39:49: Zahlen können manchmal schrecklich sein.

00:39:50: Zahlen

00:39:51: sind gnadenlos.

00:39:53: Und Zahlen glauben... Deswegen glaube ich, glauben viele Menschen nicht an Zahlen, an Fakten, weil sie so gnadenlose sind.

00:40:02: Schrecklicher!

00:40:04: Mir ist noch was eingefallen, um auf Waldesruh noch mal zurückzukommen, was ich auch so schön finde ist.

00:40:10: Dieser Gedanke dass du so wenig Arbeit für deine Hinterbliebern hinterlässt sozusagen das find' ich schon auch einen tollen Gedanken.

00:40:19: Zu wenig Arbeit wie möglich sozusagen?

00:40:21: Ja genau also nicht dieses ja und nicht nur für die Hinterbliebenen sondern auch das ist ja auch wieder Raum der irgendwo weggenommen wird.

00:40:30: aber da wird der Raum in so einer sinnvolle Form trotzdem genutzt weil es ist ein Wald Und wir gehen da hin und werden einfach Teil dieser Natur.

00:40:39: Und diese Natur ist doch genau, dieser Wald ist auch genau das was den anderen Menschen die weiter leben, den Sauerstoff gibt der das CO² widerspeichert

00:40:49: usw.,

00:40:49: der den Lebensraum überhaupt erst ermöglicht.

00:40:52: Das finde ich auch einen schönen Gedanken.

00:40:54: dabei muss ich sagen.

00:40:56: Schaut's wirklich vorbei.

00:40:58: bestattungwaldesruh.at.

00:41:02: Ich glaube es ist ein sehr sinnvolles Investment, um jetzt ein bisschen neoliberal zu klingen.

00:41:09: Wenn man den Hinterbliebenen ein bisschen weniger Arbeit macht und ihnen auch die Entscheidung nimmt, wie man es selbst gerne hätte wenn man das selber schon vorher bestimmt hat.

00:41:18: Richtig!

00:41:19: Und man muss auch sagen, die Permanent hat uns das ja auch noch mitgedeilt.

00:41:22: Man kann auch Termine buchen.

00:41:25: Es wird einem gezeigt Das wird einem präsentiert alles.

00:41:28: Du kannst auch schon frühzeitig deinen Platz selbst aussuchen und wenn es ganz dringend ist, weil's gerade passiert ist dann wird auch sofort ein Termin freigemacht.

00:41:40: Und sei es nur dass man sich von der Pamina inspirieren lassen möchte weiterzusuchen bis man wirklich die Bestimmung im Leben für sich gefunden hat.

00:41:51: das lebt sie mit ihrem ganzen

00:41:53: tun.

00:41:53: ja

00:41:54: also auf das leben lieber simon auf das

00:41:57: Leben

00:41:57: bleibt zuversichtlich.

00:41:59: Es kommt auch wieder das Licht, es kommt doch wieder ein Frühling.

00:42:01: Auch wenn's jetzt Herbst und kalt und liselregnerisch ist, ich bin mir relativ sicher der nächste Frühling kommt bestimmt.

00:42:09: Und die Sonne geht auf!

00:42:10: So ist es jeden Tag.

00:42:11: Steigt sich ganz schnell auf.